01.06.2025

Serafe

Dividende wurde reinvestiert

Der Unternehmer Cédric Moret wehrt sich gegen den Vorwurf, er habe sich am Gewinn der Medienabgabe bereichert. Von diesem Geld profitiere die Firma Serafe und nicht er persönlich.

Vor einer Woche berichtete die NZZ am Sonntag, der Westschweizer Unternehmern Cédric Moret profitiere vom Gewinn, den Serafe erzielt (persoenlich.com berichtete). Die Firma erhebt die Haushaltsabgabe für die Finanzierung der SRG und weiterer Medien. Moret bezeichnet die Darstellung als falsch und persönlichkeitsverletzend. Sie schädige seinen Ruf und den seiner Unternehmensgruppe Elca. Er prüfe deshalb rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung, sagt Moret in einem Interview mit dem Sonntagsblick.

Vom Gewinn profitiert Serafe

Moret stellt klar, dass die Dividende von sechs Millionen Franken nicht an ihn persönlich, sondern an die Firma Secon geflossen sei, die Muttergesellschaft der Serafe. Dieses Geld würde in die Weiterentwicklung technischer Plattformen reinvestiert, wovon die Serafe direkt profitiere. Moret sieht den Angriff auf seine Person und die Serafe als politisch motiviert an, zumal der Bericht eine Woche vor der Nationalratsdebatte zur Halbierungs-Initiative erschienen sei.

Die komplexe Unternehmensstruktur, bei der die Serafe über fünf Ebenen in der Elca Holding hängt, erklärt Moret mit dem starken Wachstum der letzten zehn Jahre durch Übernahmen. Dies ermögliche technologische Skaleneffekte. Die Serafe erziele eine branchenübliche Gewinnmarge von rund zehn Prozent und trage lediglich sechs Prozent zum Umsatz der Elca-Gruppe bei, die über 2000 Mitarbeitende beschäftigt und zu den grössten IT-Firmen der Schweiz gehört.

Moret spricht von Polemik

Auf die Kritik bezüglich seiner Villa am Genfersee reagiert Moret mit dem Vorwurf der Polemik. Er habe sich sein Vermögen durch harte Arbeit selbst aufgebaut, sei auf einem Bauernhof aufgewachsen und das erste Kind seiner Familie gewesen, das studieren konnte. Für seinen Einstieg bei Elca habe er sich verschulden und erhebliche Risiken eingehen müssen. (nil)


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KOMMENTARE

Raphael Weber
01.06.2025 12:15 Uhr
Störend ist möglicherweise, dass es für eine staatliche Sondersteuer, anstelle des normalen Steuereinzugs, eine privatwirtschaftliche, gewinnorientierte Firma eingesetzt wird. Bei jeder anderen Glaubensorganisation geht’s ja auch ohne. Und dort gibt es sogar ein opt-out. Daher sollte man Serafe als Organisation abschaffen.
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