11.06.2010

Internet

Echzeitweb produziert oberflächliche Leser

Nachrichtenkonsum hat sich gravierend verändert.

Das Echtzeitweb hat den Nachrichtenkonsum markant verändert. Der Aufstieg von Twitter und Co hat die Masse an Online-Informationen noch einmal vergrössert und vor allem beschleunigt. Für den Nutzer ergibt sich daraus eine schier unbewältigbare Menge an News, die ohne Unterbrechung Nachschub liefert. Netzexperte Nicholas Carr sieht im Real-Time-Web eine Art Überforderung. Es reduziere die Fähigkeit der User, Content noch tiefgreifend zu erfassen, schreibt Carr in einem Gastbeitrag für das Wired Magazin.

Der Internetexperte schlägt unter anderem vor, dass Webseiten und Blogs Hyperlinks generell an das Ende eines Artikels setzen sollten, weil diese den User beim Lesen ablenken und Inhalte dadurch schlechter erfasst werden. Inwiefern dies tatsächlich der Fall ist, lässt sich nicht beantworten. Klar ist jedoch, dass die Nutzer neue Strategien brauchen, um mit dem Nachrichtenüberfluss zurechtzukommen. (pte)


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