Zwei von Grossbritanniens prestigeträchtigsten Medienmarken – «The Economist» und «Financial Times» – sollen Cambridge Analytica engagiert haben, um das Neukundenpotenzial auf dem US-Markt zu analysieren, wie Buzzfeed meldet. Das Marktforschungsunternehmen ist zu zweifelhafter Bekanntheit gelangt, nachdem bekannt wurde, dass es mithilfe von Facebook-Daten den US-Wahlkampf zu Gunsten von Donald Trump beeinflusst hat (persoenlich.com berichtete). Es stellt sich nun die Frage, ob und inwiefern auch kommerzielle Kunden von Cambridge Analytica von missbräuchlich verwendeten Facebook-Daten profitierten.
Sowohl «Financial Times» als auch «The Economist» sollen gemäss «Buzzfeed» das Unternehmen engagiert haben, um neue US-Abonnenten zu gewinnen. Ein Sprecher des «Economist» sagt gegenüber dem Newsportal, Cambridge Analytica habe lediglich geholfen, das US-Marktpotenzial abzuschätzen. Ob dafür Facebook-Daten verwendet wurden, wisse man nicht. Von «Financial Times» sei auch nach wiederholter Anfrage nur Folgendes gesagt worden: «FT hat während einer kurzen Zeit in einem Marktforschungsprojekt mit Cambridge Analytica zusammengearbeitet.» (maw)

