29.03.2018

Cambridge Analytica

«Economist» und FT engagierten umstrittene Analysefirma

Die beiden britischen Medien sollen laut einem Bericht mit Cambridge Analytica zusammengerabeitet haben, um in den USA neue Abonnenten zu gewinnen.
Cambridge Analytica: «Economist» und FT engagierten umstrittene Analysefirma
Haben auch «The Economist» und «Financial Times» von Facebook-Daten profitiert? (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Zwei von Grossbritanniens prestigeträchtigsten Medienmarken – «The Economist» und «Financial Times» – sollen Cambridge Analytica engagiert haben, um das Neukundenpotenzial auf dem US-Markt zu analysieren, wie Buzzfeed meldet. Das Marktforschungsunternehmen ist zu zweifelhafter Bekanntheit gelangt, nachdem bekannt wurde, dass es mithilfe von Facebook-Daten den US-Wahlkampf zu Gunsten von Donald Trump beeinflusst hat (persoenlich.com berichtete). Es stellt sich nun die Frage, ob und inwiefern auch kommerzielle Kunden von Cambridge Analytica von missbräuchlich verwendeten Facebook-Daten profitierten.

Sowohl «Financial Times» als auch «The Economist» sollen gemäss «Buzzfeed» das Unternehmen engagiert haben, um neue US-Abonnenten zu gewinnen. Ein Sprecher des «Economist» sagt gegenüber dem Newsportal, Cambridge Analytica habe lediglich geholfen, das US-Marktpotenzial abzuschätzen. Ob dafür Facebook-Daten verwendet wurden, wisse man nicht. Von «Financial Times» sei auch nach wiederholter Anfrage nur Folgendes gesagt worden: «FT hat während einer kurzen Zeit in einem Marktforschungsprojekt mit Cambridge Analytica zusammengearbeitet.» (maw)


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen
Neue Podcast-Folge: Jetzt reinhören