12.05.2009

NZZ

Ehemaliger Chefredaktor Fred Luchsinger gestorben

Während 17 Jahren publizistisches Gesicht der Zeitung.

Der ehemalige Chefredaktor der "Neuen Zürcher Zeitung (NZZ)" , Fred Luchsinger, ist tot. Er starb nach langer Krankheit am vergangenen Samstag im Alter von 87 Jahren, wie die Familie am Dienstag mitteilte. Der Verstorbene habe während vieler Jahrzehnte das publizistische Gesicht der NZZ geprägt, hält die NZZ-Unternehmensleitung in der Todesanzeige fest. Als liberaler Denker sei er mit vielen profilierten Leitartikeln und Kommentaren zum Weltgeschehen in Erscheinung getreten.

Der Historiker Fred Luchsinger war von 1968 bis 1984 während 17 Jahren Chefredaktor der NZZ. Zuvor war er zwischen 1955 und 1963 als Deutschland-Korrespondent in Bonn und danach während 5 Jahren als Leiter der NZZ-Auslandredaktion tätig.

1984 erhielt Luchsinger den Friedenspreis der Max Schmidheiny-Stiftung. Der damalige Bundesrat Ernst Brugger würdigte den Preisträger als "scharfsinnigen Analytiker komplexer politischer Machtkonstellationen" und als "liberalen Schweizer", dessen Votum sich weder dem Zeitgeist anpasse noch der Meinungsneutralität verfalle.

Luchsinger wurde am 9. Juli in St. Gallen geboren. Dort besuchte er das Literaturgymnasium der Kantonsschule. Anschliessend studierte er Geschichte und Philosophie in Zürich und Basel. Zur NZZ stiess er 1949 als Volontär der Auslandredaktion. (sda)


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