Radio Zürisee und die Jean-Frey AG machten am Freitag in einer Pressemitteilung ihrem Ärger über das neue RTVG Luft. Dabei beklagen sie die "verpasste Chance für eine moderne Medienpolitik": "Mit der vorliegenden Revision des Radio- und Fernsehgesetzes RTVG wird die Vorherrschaft der SRG zementiert, den privaten Sendern aber enge Grenzen gesetzt. Dieser ordnungspolitische Sündenfall ist einem qualitativ guten und vielfältigen Schweizer Radio- und TV-Programmangebot nicht dienlich", finden die beiden Medienunternehmen.
Anstelle eines transparenten und gerechten dualen Systems (werbefinanzierte Privatsender vs. gebührenfinanzierte SRG mit strengem Leistungsauftrag), habe das Parlament ein ordnungspolitischer Sündenfall erster Güte vollbracht. Dass die Privaten neu 44 Franken aus dem Gebührentopf erhalten, erachten Radio Zürisee und die Jean-Frey AG aus folgenden Gründen stossend: "Erstens werden so mit öffentlichen Geldern private, gewinnorientierte Unternehmen subventioniert. Zweitens sind die 44 Millionen Gebühren-Splittinggelder für die Sender zu viel zum Sterben und zu wenig zum Leben. Und drittens profitiert nur ein Teil der Radio- und Fernsehstationen von diesem Gebührensplitting."

