17.10.2006

SF

Eine halbe Million für 3+-Logo gefordert

Vergleichsverhandlungen am Zürcher Handelsgericht.

Das Schweizer Fernsehen (SF) will mit einer Klage dem Privatsender "3+" die Verwendung des Logos "Junges Schweizer Fernsehen" verbieten. Die beiden Sender haben am Dienstag am Zürcher Handelsgericht Vergleichsverhandlungen aufgenommen.

Das Logo-Verbot für "3+" begründete der Rechtsanwalt des SF mit der eklatanten Verwechslungsgefahr. Er warf dem Privatsender vor, "einen Vorteil zu erzielen, der nicht auf eigener Leistung beruht". Damit sei der Markenschutz verletzt worden. Den Streitwert bezifferte der Rechtsvertreter des SF auf rund 500 000 Franken.

Der Anwalt des Senders "3+" verlangte die Abweisung der Klage. Das Publikum solle entscheiden, welches Schweizer Fernsehen es sehen möchte. Zudem wolle sich "3+" mit Unterhaltungsfernsehen profilieren und nicht mit einem "Service public".

30 Tage für Einigung

Nachdem die beiden Parteien ihre Standpunkte dargelegt hatten, nahmen sie Vergleichsverhandlungen auf. Die Verhandlungen endeten vorerst ohne Ergebnis, sollen allerdings fortgesetzt werden, wie SF-Sprecher Urs Durrer am Dienstagnachmittag auf Anfrage erklärte.


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