Chinesische Behörden haben nach einer Razzia 205 Websites geschlossen, die illegale Kopien verbreiten. "Die Piraterie geistigen Eigentums im Internet schadet ernsthaft den Interessen der Urheberrechtsinhaber, was zu einer grossen Anzahl von Streitigkeiten geführt hat und daher die Ordnung im Internet zerstört", sagte Yan Siaohong, stellvertretender Direktor der chinesischen Kopierschutzbehörde, vor Journalisten in Peking. Die Razzia dauerte von Ende September bis Januar an. Untersucht wurden 436 Fälle, von denen 130 auf Ersuchen ausländischer Industrieverbände erfolgten.
Die rund 843000 chinesischen Websites werden von 140 Mio. Usern genutzt, womit China den weltweit zweitgrössten Internetmarkt darstellt. Yan weigerte sich zu schätzen, wie viele dieser Websites über illegal kopierte Inhalte verfügen oder diese verbreiten, berichtet Reuters. Yan bat die ausländischen Geschäftspartner um Verständnis und betonte, dass China ernsthaft an der Sache arbeite. "Da sich das Internet so schnell entwickelt wird es in China, wie auch anderswo, eine Zeit lang brauchen das in den Griff zu bekommen", sagt er weiter.

