Wie die deutsche Tageszeitung "Die Welt" in ihrer Ausgabe vom Dienstag berichtet, reduziert Rupert Murdochs Medienkonzern News Corp nach jahrelangen Schwierigkeiten sein Engagement in China. Das Unternehmen verkauft seinen Mehrheitsanteil an drei chinesischen Fernsehsendern an einen Private-Equity-Fonds. Das auf die Medienbranche konzentrierte Unternehmen China Media Capital übernimmt demnach die Kontrollmehrheit bei den Sendern Xing Kong, Xing Kong International und Channel Mainland China sowie die chinesische Cinemathek Fortune Star.
Der 2009 gegründete Fonds wird von der Shanghai Media Group, dem zweitgrössten Medienkonzern Chinas, sowie von China Development Bank und China Broadband Capital unterstützt. Der Verkauf könnte auf einen Rückzug des Grossaktionärs des angeschlagenen deutschen Bezahlfernsehsenders Sky Deutschland aus dem kommunistischen Land hindeuten, schreibt "Die Welt" weiter. Westliche Medienkonzerne sind zunehmend frustriert über die unzähligen Beschränkungen, die ihnen von der Regierung in Peking auferlegt werden.
Medienkonzerte wie Time Warner, Viacom oder eben News Corp hatten grosse Hoffnungen in das Land mit seinen 1,3 Milliarden potenziellen Fernsehzuschauern gesetzt, als sie Ende der 90er-Jahre ins dortige TV-Geschäft einstiegen. Die Regierung hat ihre Verbreitung allerdings mit Restriktionen bedacht und auf eine kleine Region begrenzt.

