26.04.2015

Somedia

Eröffnung des neuen Medienhauses

Medienministerin Leuthard lobt «mutigen Entscheid».
Somedia: Eröffnung des neuen Medienhauses

Über 120 geladene Gäste feierten am Freitag die offizielle Eröffnung des neuen Somedia-Hauses in Chur. Dieses wurde in knapp einem Jahr direkt an der A 13 erstellt und vereinigt neu alle Redaktionen und Medien von Somedia unter einem Dach.

Stargast war Medienministerin Doris Leuthard. In ihrer Eröffnungsansprache lobte sie Somedia und deren Verleger Hanspeter Lebrument für dessen «mutigen Entscheid». Lebrument betonte, mit dem Gebäude wolle sein Verlag ein Zeichen setzen und zeigen, dass die Medien allen Unkenrufen zum Trotz eine gute Zukunft hätten. Er bedankte sich bei der Medienministerin auch für das Gebührensplitting, ohne welches Lokalradio in Bergregionen nicht möglich sei. 

Das neue Haus setze «Massstäbe in der Konvergenz», meinte CEO Andrea Masüger. Es sei ein offenes Haus mit nur gerade sieben Einzelbüros, zusammengehalten vom grossen Treppenhaus.

Im anschliessenden Gespräch mit Südostschweiz-Chefredaktor David Sieber wiederholte Leuthard ihre Forderung nach einem GAV zwischen Journalisten und Verlegern. Dies habe Auswirkungen auf die Qualität der Zeitungen, was sich vor allem in der Romandie zeige, wo es einen GAV gibt.  

Im Publikum befanden sich unter anderem Verleger Peter Wanner, EMS-Chefin und SVP-Nationalratskandidatin Magdalena Martullo-Blocher sowie Hannes Britschgi, Leiter der Ringier-Journalistenschule.

Einzigartiges Konzept

Das vom Churer Architekturbüro Maurusfrei erstellte Gebäude wird in Zukunft von rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Somedia genutzt werden. Im Gebäude befinden sich nicht nur die Redaktionen der beiden Konkurrenzzeitungen Südostschweiz und Bündner Tagblatt, sondern auch ein Radio- und TV-Sender, wie der Onlinedienst und der Verkauf.

Einzig die Kundendruckerei Südostschweiz Print befindet sich weiterhin an ihrem alten Standort. Im Untergeschoss des langgezogenen Gebäudes befindet sich die HTW Chur. Das Zusammenführen von Lehre und Praxis gilt in Europa als einzigartig. Die Gesamtkosten für den Neubau betragen rund 30 Millionen Franken. Dank einer speziellen Deckenkonstruktion kommt das Gebäude praktisch ohne Stützen aus. 

Lebrument-Biografie veröffentlicht

Im Anschluss an die Veranstaltung wurde auch die neue Biografie «Hanspeter Lebrument. Vom Lehrer zum Unternehmer und Präsidenten der Schweizer Verleger» von Christian Ruch vorgestellt. Dieses im Stämpfli-Verlag erschienene Buch beschreibt auf äusserst lesenswerte Weise den Werdegang Lebruments. Gleichzeitig ist auch ein grossformatiger Fotoband erschienen, welches die Entstehungsgeschichte des Medienhauses zeigt. (ma) 

 

Bilder: Keystone / Matthias Ackeret


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