04.04.2006

Berner Zeitung

Erstmals ohne klassische Ressorts erschienen

Veränderungen umgesetzt.

Die Berner Zeitung (BZ) ist am Dienstag erstmals ohne klassische Ressoreinteilung erschienen. Nur der Sport behält einen eigenen Zeitungsbund. Politik, Wirtschaft, Kultur und Vermischtes werden in ressortübergreifenden Bünden abgehandelt. Im ersten Teil der Zeitung sind unter dem Titel "Heute" neu die Artikel der bisherigen Ressorts Schweiz, Ausland, Wirtschaft, Kultur, und Vermischtes platziert. Der Bund wird neu mit einer Übersichtsseite über alle Themen des Bundes abgeschlossen.

Den zweiten Zeitungsbund eröffnet der Sport, gefolgt von der Leserbriefseite, dem Börstenteil und dem TV-Programm. Der dritte Bund bleibt den regionalen Meldungen vorbehalten; hier finden sich künftig neben politischen und vermischten Meldungen auch Wirtschafts- und Kulturthemen aus der Region. Im vierten Bund finden sich weiterhin Spezialseiten zu Geselschaft und Konsum sowie der ausgebaute Ausgehteil.

Abkehr von Chronisten-Rolle

Mit der Aufhebung der Ressorts einhergehen soll im "Heute"-Teil eine Abkehr von der Rolle der Zeitung als Tages-Chronistin, wie Chefredaktor Michael Hug auf Anfrage sagte. "Wir wollen Themen punktueller auswählen und magaziniger auftreten". Nicht zuletzt soll damit laut Hug der Konkurrenz durch das Internet und die übrigen elektronischen Medien begegnet werden.

Im dritten Bund will die BZ das Tagesgeschehen dagegen weiterhin detailliert abbilden und damit vermehrt auf ihre Stärke als Regionalzeitung setzen. Redaktionsintern geht die Umstellung mit einer Aufhebung der einzelnen Ressorredaktionen einher. Die neue "Heute"-Abteilung wird von Bernhard Giger geleitet, dem bisherigen Leiter des Stadtressorts und Mitglied der BZ-Redaktionsleitung.


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