In der Debatte um kostenlose Information im Zusammenhang mit dem Coronavirus meldet sich nun auch Tamedia-Chefredaktor Arthur Rutishauser zu Wort. Die Forderung nach Gratisartikeln lasse sich leider nicht erfüllen. Nicht in Zeiten, in denen die Werbung krisenbedingt regelrecht einbreche, schreibt Rutishauser in einem Kommentar. «Die privaten Medien kämpfen genauso wie der grösste Teil der Wirtschaft mit den harten Folgen des Stillstands. Es geht bei allen um die Existenz.»
Auch Andreas Schürer, Newsroomchef bei der NZZ, hielt am Samstag ein Plädoyer für den Qualitätsjournalismus. Wer jetzt «Paywall down» rufe, habe die Zeichen der Zeit nicht verstanden, schrieb er.
Danebst kritisiert Rutishauser in seinem Beitrag eine «lautstarke Minderheit, die hinter jedem kritischen Wort Besserwisserei und mangelnden Respekt gegenüber dem Bundesrat oder Kantonsregierungen vermutet». In Krisenzeiten müsse der Journalismus die Finger auf wunde Punkte in der Politik legen. Sonst drohe die Meinungsdiktatur. (wid)
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25.03.2020 05:31 Uhr
23.03.2020 15:34 Uhr

