23.11.2006

Fall Frischknecht

Ex-Radprofi erwägt juristische Schritte

Blick hält Berichtigung nicht für notwendig.

Der Mountainbike-Weltmeister und Profi Thomas Frischknecht wehrt sich gegen Presse-Artikel, welche ihn mit einem gleichnamigen Ex-Velorennfahrer verwechseln. Gegenüber der Nachrichtenagentur sda sagte Frischknecht am Donnerstag, er halte sich juristische Schritte gegen die Westschweizer Gratiszeitung Le Matin Bleu und weitere Publikationen offen. Er habe am Nachmittag einen Anwaltstermin und werde dann über das genaue Vorgehen entscheiden.

Auch der "Blick" habe ihn enttäuscht, fuhr Frischknecht fort. Nur die Nennung des ersten Namens sei mit einem Sternchen versehen gewesen und dieses sei erst am Ende des Textes aufgelöst worden, sagte er gegenüber dem Tages Anzeiger. Nach seiner Rückfrage bei der Blick-Sportredaktion habe es noch geheissen, die Sache werde in der Rubrik "fair play" noch einmal klar gestellt. Das habe die Chefredaktion unter Hinweis auf die Fussnote aber verweigert, sagte Frischknecht. Marco Castellaneta, Konzernsprecher von Ringier, bestätigt gegenüber "persoenlich.com", dass "Thomas Frischknecht nach Erscheinen des Artikels bei einem Sportredaktor eine Richtigstellung verlangt hat".

Der Blick erachte eine Berichtigung aber nicht als notwendig, weil im Artikel explizit erwähnt worden sei, dass es sich beim beschuldigten Thomas Frischknecht nicht um den bekannten Rad-Quer- und Mountainbike-Profi handle. "Zudem enthielt die Berichterstattung sehr grosse Bilder des Beschuldigten, die ebenfalls klar belegen, dass es sich nicht um den berühmteren Namensvetter handelt. Im weiteren wurde der Name Frischknecht auf Seite 1 und im Haupt- und Obertitel auf Seite 2 nicht erwähnt, was sonst üblich ist", so Castellaneta.


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