Nach dem Entscheid des Bundesrates, die Radio- und TV- Gebühren um 2,5 Prozent zu erhöhen, will die SRG pro Jahr rund 55 Mio. Franken sparen. Ab 2008 überträgt sie keine Formel-1-Rennen mehr, und sie stellt den geplanten Kinderkanal zurück. Ebenfalls wird das Projekt "TSI Italia" gestrichen.
Die SRG SSR idée suisse will den Vertrag mit der Rechteinhaberin der Formel 1 nicht mehr erneuern. Automobilrennen hätten gemäss Sportstrategie nicht erste Priorität, sagte SRG-Generaldirektor Armin Walpen am Donnerstag in Bern vor den Medien. Nach dem Verkauf des Sauber-Rennstalls an BMW verliere die Formel 1 den Bezug zur Schweiz immer mehr. Was die Streichung der Formel 1 zur Sparprogramm beiträgt, gab Walpen nicht bekannt. Nach seinen Angaben kommen die Rennen je nach Sendezeit auf Marktanteile von bis zu 40 Prozent.
Im Zuge der Sparmassnahmen verzögert sich überdies die Einführung von HDTV. Die Migration der 1. und 2. Programme und damit die Vollversorgung werde um zwei Jahre von 2010 auf 2012 verschoben, so die SRG. Um die HD-Präsenz und die technologische Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der ausländischen Konkurrenz sicher zu stellen, will die SRG im Hinblick auf die EURO 2008 per Ende 2007 ein Shared Channel realisieren, der die Verbreitung von TV-Sendungen im HD-Format in den Landessprachen erlaubt.
Ebenfalls verzichtet die Sendeanstalt in der Planungsperiode auf den 3. DAB-Layer. Die Einführung des 2. Layers wird um ein Jahr verschoben. Als weitere Massnahmen zur Steigerung der Effizienz sieht die SRG vor, die IT in sprachregionale Kompetenzzentren zu konzentrieren. Weiter ist die Verkürzung des Simulcasting, der Übergangsphase vom analog- zum digitalterrestrischen TV in Graubünden und im Wallis vorgesehen.

