29.08.2018

Tamedia

Fabian Schäfer geht zum NZZ-Bundeshaus-Team

Der 40-Jährige folgt bei der «Neuen Zürcher Zeitung» auf Valerie Zaslawski, die nach Berlin zieht.

Fabian Schäfer wechselt Ende Jahr von der Tamedia-Bundeshausredaktion ins Bundeshaus-Team der «Neuen Zürcher Zeitung». Er wird in einem 80-Prozent-Pensum angestellt, wie NZZ-Inlandchef Michael Schönenberger mitteilt. Schäfer folgt auf Valerie Zaslawski.

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«Ich freue mich darauf, in Zukunft für die NZZ tätig sein zu dürfen, die mich schon als junger Journalist fasziniert hat und die ich als aussergewöhnliches, facettenreiches Qualitätsblatt sehr schätze», sagt Schäfer auf Anfrage von persoenlich.com. «Mir liegt der unaufgeregte, gründliche, kritische, faire Stil der NZZ ebenso wie ihr klares Profil. Zudem beeindruckt mich, wie entschlossen und beherzt das Unternehmen auch in Zukunft auf die Publizistik setzt.»

Wichtig sei: «Es war nicht ein Entscheid gegen die Tamedia-Redaktion, sondern einer für die NZZ», sagt Schäfer. Zwar sei für ihn, bislang Redaktor der «Berner Zeitung», der Zusammenschluss zur Tamedia-Redaktion ein «schwieriger Schritt» gewesen. «Allerdings hat sich die Situation für mich ausgesprochen positiv entwickelt. Ich wurde im neuen, grösseren Team sehr offen aufgenommen.» Dennoch sei – bei allen Annehmlichkeiten und Vorteilen – die Identifikation mit der Zeitung, die bei der BZ stark ausgeprägt gewesen sei, «weitgehend abhanden gekommen». «Das wird sich bei der NZZ sicher wieder ändern», so der Solothurner.

Der heute 40-jährige Vater von drei Söhnen hat an der Universität Bern Geschichte, Politik- und Medienwissenschaft studiert und ist 2001 beim «Solothurner Tagblatt» als Journalist und Redaktor eingestiegen. Von 2006 bis 2010 schrieb er als Kantonsredaktor für die «Berner Zeitung» und war anschliessend bis 2017 Redaktor im News-Team der BZ. Dann übernahm Schäfer die Leitung des Politik-Teams der BZ, seit 2018 schreibt er für die Tamedia-Bundeshausredaktion.

Umzug nach Berlin

Valerie Zaslawski wird die NZZ bereits diesen Freitag verlassen. «Ich werde nach Berlin ziehen, wo ich mich als Selbständige versuchen möchte», sagt die 34-Jährige zu persoenlich.com. Sie werde allerdings weiterhin fürs Auslandressort der NZZ sowie für die «NZZ am Sonntag» auf Honorarbasis tätig sein. Auch werde sie in Magazinen über Migrations- und Gesellschaftsthemen schreiben.

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«Die letzten beiden Jahre als Korrespondentin in Basel und als Bundeshausredaktorin haben mir journalistisch viel gebracht, die Erfahrungen möchte ich nicht missen», so Zaslawski. Vermissen werde sie ihr Team und «wohl auch den Parlamentsbetrieb». Sie freue sich aber, dass die Pendlerei von ihrem Wohnort Basel nach Bern bald ein Ende nehme – trotz netter Bistro-Bekanntschaften. «Auch freue ich mich, wieder mehr Zeit für Geschichten zu haben, die losgelöst sind von einer eng getakteten Polit-Agenda.»

Zaslawski hat einen Bachelor in Soziologie und Medienwissenschaften sowie einen Master in Politikwissenschaften mit Schwerpunkt Internationale Beziehungen. Erste journalistische Erfahrungen sammelte sie beim Basler Newsportal «Onlinereports», bevor sie 2009 als Volontärin zur NZZ-Auslandredaktion wechselte. Danach arbeitete Zaslawski in diversen Funktionen bei der NZZ, seit 2017 berichtet sie aus dem Bundeshaus.


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