Die geforderte Überprüfung der Validität des neuen Fernseh-Messsystems mittels eines Watermarking-Test ist erfolgt. Dessen Ergebnisse zeigen, dass die Erfassung der Nutzung und die Trennung der verschiedenen Sendersignale zweckgerecht funktionieren, schreibt Mediapulse in einer Mitteilung vom Freitag.
Mediapulse hat am 1. Januar 2013 ein neues System zur Ermittlung der Fernsehnutzung eingeführt, das die Sender mittels Audiomatching anhand des Tones des genutzten Fernsehsignals erkennt. Unklarheiten in der Erfassung und Zuordnung der Signale zu Beginn der Messung warfen Fragen zur Zuverlässigkeit des Audiomatching auf. Mediapulse und Kantar Media haben daraufhin, gemeinsam mit dem Kunden Goldbach Media und mit der Unterstützung eines ausländischen Senders mit Schweizer Werbefenstern, einen Watermarking-Test durchgeführt.
"Vergleicht man die Ergebnisse des Audiomatchings mit denjenigen des jetzt durchgeführten Watermarking-Tests, so liegen die Unterschiede bei der Nutzung und Zuordnung des geprüften Senders innerhalb des halben Vertrauensintervalls" so Manuel Dähler, Direktor der Mediapulse in der Medienmitteilung. Wie erwartet lasse sich durch die Kombination der Technologien Audiomatching und Watermarking ein kleiner, zusätzlicher Nutzungsanteil aufklären, der zuvor keinem Sender zugewiesen werden konnte. Anfangs 2014 sollen weitere Tests Aufschluss zu spezifischen Detailfragen geben.
Watermarking ist ein für den Menschen nicht hörbares, akustisches Wasserzeichen, dass der Fernsehsender vor der Ausstrahlung in das Signal einbaut. Die in den Haushalten in Betrieb stehenden Messgeräte erfassen dieses Signal und erkennen so den Sender. Ziel des Tests war es, die Validität der Audiomatching-Technologie im direkten Vergleich mit der Watermarking-Technologie unter Beweis zu stellen. (pd)

