03.04.2006

MEDIA-Abkommen

Filmförderungsprogramm in Kraft getreten

Schweizer Filmschaffende neu mit Zugang zur EU.

Ende Februar 2006 wurde das Abkommen zu den Filmförderungsprogrammen MEDIA von der EU ratifiziert. Dieses Abkommen, das im Rahmen der Bilateralen II geschlossen wurde, trat nun am 1. April in Kraft, wie das Bundesamt für Kultur BAK mitteilt.

Das BAK erachtet das Abkommen als bedeutenden Schritt, erhielten die Schweizer Filmschaffenden als vollberechtigte Teilnehmende einen gleichwertigen Zugang zu allen Fördermassnahmen der Europäischen Union. Die Filmbranche werde sich einerseits vermehrt dem europäischen Markt stellen müssen, profitiere aber andererseits von den finanziellen Möglichkeiten der europäischen Förderprogramme, schreibt das BAK.

Das MEDIA Abkommen beinhaltet die zwei Programme MEDIA Plus und MEDIA Fortbildung. Beim ersten Programm werden Entwicklung, Vertrieb und Vermarktung audiovisueller Produktionen gefördert. Im Bereich Vertrieb bspw. erhalten Verleihfirmen einen Beitrag zur Lancierung ihrer nicht-nationalen europäischen Filme. Zudem wird für jedes verkaufte Kinoticket dieses Filmes ein automatischer Zuschuss bezahlt. Somit würden die Fördergelder bewirken, dass Verleiher mehr Filme lancieren könnten, das Risiko von Kinobetreibern sich verkleinere und die Auswertungschancen europäischer Filme steige. Dies würde wiederum den Produzenten zu Gute kommen, so das BAK. .

MEDIA Fortbildung verfolgt das Ziel, die berufliche Weiterbildung der Fachkreise im audiovisuellen Sektor zu verbessern. Das Programm erteilt Gelder an Ausbildungsstätte, welche bspw. Kurse in den Bereichen digitale Produktionstechniken oder Drehbuchgestaltung anbieten oder Filmschaffende in juristischen Fragen des Vertriebs ausbilden.


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