Die Finanzlage des Fernseh- und Radiounternehmens SRG ist besser als von der Unternehmensspitze dargelegt. Zu diesem Urteil kommt der eidgenössische Preisüberwacher Stefan Meierhans. Nach einer mit dem Dossier vertrauten zuverlässigen Quelle wird Meierhans kommende Woche einen Bericht fertigstellen, der das "strukturelle Defizit" der SRG in Abrede stellt. Dies schreibt die "SonntagsZeitung". Der Befund ist von politischer Tragweite, weil der Bundesrat noch vor der Sommerpause wichtige Entscheide zur Zukunft der SRG treffen wird.
Dem Unternehmen fehlen nach eigenen Angaben jährlich 54 Millionen Franken, um bei einem Budget von rund 1,6 Milliarden Franken ohne Defizit wirtschaften zu können. Ginge es nach dem Wunsch der SRG, würde der Bundesrat im Sommer eine Erhöhung der Empfangsgebühren beschliessen, Werbeflächen auf den SRG-Internetseiten sowie zusätzliche Unterbrecherwerbung im TV bewilligen. Ohne Mehreinnahmen, so die SRG, müsse sie einige ihrer 8 TV- und 18 Radiosender in den vier Landesprachen einstellen.

