12.06.2019

Axel Springer

Finanzinvestor KKR will bei Verlag einsteigen

Die amerikanische Firma und der Verlag der «Bild»-Gründers wollen die Stimmrechte künftig gemeinsam ausüben.
Axel Springer: Finanzinvestor KKR will bei Verlag einsteigen

Der deutsche Medienkonzern Axel Springer will sich wie erwartet den US-Finanzinvestor KKR an Bord holen (persoenlich.com berichtete). Die Amerikaner legen ein Übernahmeangebot vor und wollen zusammen mit der Grossaktionärin Friede Springer und dem Vorstandschef Mathias Döpfner die Gesellschaft kontrollieren.

Dies teilten die Parteien am Mittwoch in Berlin und Luxemburg mit. Beide wollen mit KKR «zukünftig ihr Verhalten in Bezug auf die Gesellschaft abstimmen und ihre Stimmrechte gemeinsam ausüben», wie es hiess.

Dass KKR über einen Einstieg bei dem Konzern verhandelt, war bereits Ende Mai bekanntgegeben worden. KKR strebt eine Mindestannahmequote von 20 Prozent an.

Die Familie des «Bild»-Gründers Axel Springer hält eine Mehrheit an dem börsennotierten Unternehmen. Die Witwe des Verlagsgründers, Friede Springer, kontrolliert den Medienkonzern, der zuletzt das Digitalgeschäft stark ausgebaut hat. 37,5 Prozent hält sie über die Axel Springer Gesellschaft für Publizistik. Dazu kommt ein direkt gehaltener Anteil von 5,1 Prozent. Ihr Vertrauter Mathias Döpfner selbst hält 2,8 Prozent. Zusammen sind Friede Springer und Döpfner mit 45,4 Prozent beteiligt.

KKR bietet 63 Euro je Springer-Aktie in bar, am Vorabend schloss die Aktie bei einem Kurs von 56 Euro.

«Axel Springer profitiert von einem neuen strategischen und finanziellen Partner, der das langfristige Wachstum und die Investitionsstrategie unterstützt», hiess es in der Mitteilung weiter. Wegen der Investitionen in das künftige Wachstum senkte Springer am Mittwoch allerdings seine Umsatz- und Gewinnprognosen für das laufende Jahr. (dpa/sda/log)



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