An der Generalversammlung vom letzten Mittwoch im Hotel Emmental in Langnau konnte die Radio Emme AG den Aktionärinnen und Aktionären einen kleinen Gewinn von 41'000 Franken präsentieren. Trotzdem: Die Finanzlage des Lokalradios bleibt angespannt. Verwaltungsratspräsidentin Karen Wiedmer hofft auf eine markante Steigerung der Gebührengelder für Radio Emme.
Durch die Revision des Radio- und Fernsehgesetzes rechnet Radio Emme mit höheren Bundesbeiträgen aus dem Gebührentopf. "Wir sind dringend auf das neue Gebührensplitting angewiesen. Radio Emme ist finanziell nach wie vor nicht auf Rosen gebettet", erklärte Verwaltungsratspräsidentin Karen Wiedmer am letzten Mittwoch vor den Aktionärinnen und Aktionären in Langnau.
Die Jahresrechnung 2005 schloss zwar mit einem kleinen Gewinn von 41'000 Franken ab, dieses Ergebnis dürfe jedoch nicht überbewertet werden. "Der Gewinn ist nur auf einen Schuldenerlass der Heimstätte Bärau in der Höhe von 300'000 Franken sowie die abgeschlossene Aktienkapitalerhöhung zurückzuführen" so Karen Wiedmer.
Zwei Verwaltungsratsmandate vakant
An der Generalversammlung der Radio Emme AG wurden die beiden Verwaltungsratsmitglieder Bernhard Witschi und Fredy Ruf sowie Geschäftsleitungsmitglied Stefan Kipfer verabschiedet. Fredy Ruf engagierte sich 8 Jahre in unterschiedlichen Funktionen für das Lokalradio. Die beiden Verwaltungsratsmandate, die nach den Demissionen von Bernhard Witschi und Fredy Ruf frei wurden, bleiben vorerst vakant. Der Verwaltungsrat führt jedoch mit verschiedenen Interessenten Gespräche.
Der für Finanzen und Administration zuständige Stefan Kipfer hat seine Tätigkeit für Radio Emme aus persönlichen Gründen beendet. An seiner Stelle übernimmt Daniel Ruch als kommerzieller Leiter zusätzlich zur Verkaufsabteilung die Bereiche Finanzen und Administration.

