Die Werbeallianz beschäftigt mittlerweile auch die Schweizer Grosskommentatoren. In der aktuellen Ausgabe des "Sonntags-Blick", der zum Ringier-Konzern gehört, verteidigt Kolumnist Frank A. Meyer die Werbeallianz von Ringier, der SRG und Swisscom.
Im Visier FAM's ist dabei die NZZ, "das Vatikanblatt der neoliberalen Kirche", welche den Zusammenschluss als "ordnungspolitischen Sündenfall" bezeichnet hatte. Für Meyer sind diese Vorwürfe "absurd". Meyer meint, vielmehr man müsse den Zusammenschluss der drei Unternehmen gegen die amerikanischen Medienmultis Google und Facebook loben, was aber in der NZZ nicht geschehe. Stattdessen würden die Swisscom und die SRG "als staatliche beeinflusste Firmen" beschimpft.
"Was heisst 'staatlich beeinflusst'?"
FAM kann diese Bedenken nicht verstehen: "Was heisst 'staatlich beeinflusst'? Es lässt sich beim besten Willen nicht eruieren, denn sowohl das Staatsunternehmen Swisscom wie der private Verein SRG verhalten sich ganz einfach unternehmerisch, nämlich weitblickend – wie man es von einem Unternehmen erwartet, also beispielhaft."
Am Schluss seiner Sonntagskolumne kritisiert Meyer die Gegner der Werbeallianz: "Ja, die 'Schöne neue Welt' ist eine private Welt. In ihr ist der Staat reduziert darauf, die ordnungspolitische Heilsbotschaft der Marktradikalen um- und durchzusetzen. Als wirtschaftende Alternative wie mit der Swisscom, als gesellschaftlich gestaltende Kraft wie mit der SRG ist er nicht mehr vorgesehen. Wer das nicht akzeptiert, ist kein Gegner der Marktwirtschaft. Er ist ein wachsamer Bürger." (ma)
Bild: Keystone
Kommentar wird gesendet...
KOMMENTARE
Kommentarfunktion wurde geschlossen

