07.12.2019

Attacke auf die Weltwoche

Frank A. Meyer stellt sich hinter Roger Köppel

Man könne diese Milkshake-Aktion als Entgleisung linker Lümmel verniedlichen. Doch dann blättere man etwa im Geschichtsbuch und stosse auf Gesichter in schwarzen und braunen Uniformhemden, schreibt der Ringier-Kolumnist.
Attacke auf die Weltwoche: Frank A. Meyer stellt sich hinter Roger Köppel
Linksextreme haben in einem Zürcher Restaurant Roger Köppel und Christoph Mörgeli attackiert. Sie schütteten den beiden ein Getränk über den Kopf. (Bild: Instagram/@rjz.ch)

In seiner aktuellen Kolumne im «Sonntagsblick» analysiert Frank A. Meyer die Geschehnisse im Sphères in Zürich. Ende November wurde dort Roger Köppel und Christoph Mörgeli während der Weltwoche-Wochensitzung Getränk ins Gesicht geschüttet (persoenlich.com berichtete).

Das sei nicht nur einfach eine kindische Aktion gewesen, sondern die Attacke und deren Folgen bedeuteten, dass nun also «die äussere Linke bestimmt, wer in öffentlichen Lokalen zu tolerieren ist und wer mit physischen Übergriffen zu rechnen hat, wenn er seinen Cappuccino in der falschen Gaststube geniessen möchte».

Meyer geht noch weiter. Er schreibt, solche Widerständler würden historische Erinnerungen wecken. «Harmlos ist ja auch Rizinusöl, der Milchshake von Mussolinis Schwarzhemden. Sie zwangen Kommunisten und Sozialisten, das Abführmittel zu schlucken, bis sie defäkierten – zum Ergötzen der Faschisten.»

Bei den «Milkshake»-Tätern handle es sich um Antifaschisten. Sie würden rechte Journalisten attaktieren, zum Beispiel «Weltwoche»-Autor Alex Baur. Sie verüben Tätlichkeiten gegen Familienmitglieder von Bürgern, die ihnen politisch nicht passen, zum Beispiel gegen die Partnerin des Journalisten Baur, deren Essstand bei einem 1.-Mai-Fest sie verwüsteten.

Mehr als eine Entgleisung

Meyer stellt die Frage, ob denn bei Antifaschisten zu tolerieren sei, was bei Faschisten nie und nimmer zu tolerieren ist? Im Milieu von Linksautonomen und Linkssozialisten heisse es: «Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.»

Dieser Satz unterstelle einerseits, dass es gegen Faschisten gehe, wenn Politiker, Intellektuelle und Journalisten von Linken aus einem Lokal oder Hörsaal gemobbt oder geprügelt werden.

Der Satz «Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen» unterstelle zweitens, dass sich faschistischer Totalitarismus moralisch von sozialistischem Totalitarismus unterscheide. Faschismus sei kriminell, Sozialismus nie – die Opfer von Stalin, Mao, Pol Pot wurden demnach für das historisch Gute umgebracht.

Frank A. Meyer schreibt, man könne diese Milkshake-Aktion als Entgleisung linker Lümmel verniedlichen. Doch dann blättere man etwa im Geschichtsbuch und stosse auf Gesichter in schwarzen und braunen Uniformhemden. (eh)



Kommentar wird gesendet...

Kommentare

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Anzeige
Zum Seitenanfang20200126

Die Branchennews täglich erhalten!

Jetzt Newsletter abonnieren.