23.06.2020

Coronakrise

Freiburg genehmigt finanzielle Hilfe für Medien

Der Grosse Rat sagt ja zu einer vorläufigen Unterstützung für durch die Krise geschädigte Medien. Einen Unterstützungsfonds lehnte er ab.
Coronakrise: Freiburg genehmigt finanzielle Hilfe für Medien
Erhalten vorläufig finanzielle Unterstützung vom Kanton: La Liberté und Freiburger Nachrichten in einem Café auf einem Tisch. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Der Grosse Rat des Kantons Freiburg hat am Dienstag die vorläufige finanzielle Hilfe für Medien genehmigt, die unter der Coronakrise gelitten haben. Keine Unterstützung fand hingegen die Idee eines Unterstützungsfonds.

Verschiedene Grossratsmitglieder hatten angeregt, das Thema vertieft zu prüfen und auch die strukturellen Probleme der Presse anzugehen.

Zehn Motionäre forderten vom Staatsrat einen mit zehn Millionen Franken dotierten Unterstützungsfonds für die geschriebene Presse im Kanton Freiburg. Die regionalen Zeitungen spielten gerade in Krisenzeiten eine wichtige Rolle im Service Public, betonten sie.

Auch Staatsrat Olivier Curty hob die wichtige Rolle der Presse hervor. Die Kantonsregierung bevorzuge aber eine vorläufige Finanzhilfe, um das Überleben der betroffenen Medienhäuser zu sichern.

Bereits Anfang Mai hatte der Staatsrat eine punktuelle Nothilfe von 5,4 Mio. Franken angekündigt. Die geschriebene Presse erhält davon maximal 3,7 Mio. Franken, Radio und Fernsehen 1,64 Mio. Franken. Allfällige Bundesmittel werden davon abgezogen.

Mit der Finanzhilfe soll rund die Hälfte der Verluste durch den Anzeigenrückgang aufgefangen werden. Am meisten profitieren würden die Tageszeitungen «La Liberté», «Freiburger Nachtrichten» und das Lokalblatt «La Gruyère». (sda/wid)


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