05.02.2015

SwissMediaForum

"Für das Programm bin ich verantwortlich"

Patrik Müller über seine künftige Rolle und die Frage, welches sein Traumgast wäre.
SwissMediaForum: "Für das Programm bin ich verantwortlich"

Dass der Verband Schweizer Medien mit dem SwissMediaForum zusammenspannt, kommt überraschend. Erst vor vier Jahren hatte Patrik Müller den Anlass ins Leben gerufen. Nun soll sich die Branche also nur noch einmal im Jahr treffen; zum "SwissMediaForum - der Schweizer Medienkongress" im KKL Luzern. Gegenüber persoenlich.com spricht Patrik Müller nicht nur über seine künftige Rolle. Er erklärt auch, wie die Kooperation zu Stande kam und welches sein absoluter Traumgast wäre.

Herr Müller, was bedeutet es für Sie, dass der Verband Schweizer Medien jetzt, bereits nach der vierten Austragung des SwissMediaForums, mit Ihnen kooperiert?
Ich freue mich sehr, dass wir ab 2016 mit vereinten Kräften einen einzigen und hoffentlich einzigartigen Anlass durchführen können. Er soll für die Medien- und Kommunikationsbranche, aber auch für Wirtschaft und Politik zu einem Fixpunkt in der Agenda werden.

Luzern wird sozusagen zum Mekka der Branche. Was ist an Luzern besser als an Interlaken (oder früher St. Moritz)?
Das SwissMediaForum fand bereits viermal im KKL Luzern statt, und in Umfragen unter unseren Teilnehmern schnitt diese Location immer sehr gut ab. Luzern ist auch für ausländische Referenten ideal, da man schnell beim Flughafen Zürich ist.

Wer machte den ersten Schritt?
Vertreter des Verbandes kamen auf uns zu, und in den Gesprächen merkten wir schnell, dass es ein guter Zeitpunkt ist für eine Kooperation - und dass unter den Beteiligten auch die Chemie stimmt. Besonders freut mich, dass mit Verena Vonarburg und Marc Walder zwei Spitzenvertreter des Verbandes bzw. des grössen Schweizer Medienhauses in den Verwaltungsrat kommen.

Wie erfolgt die Aufgabenteilung?
Die Aufgabenteilung im vierköpfigen Verwaltungsrat werden wir besprechen, wobei wir da bereits übereinstimmende Vorstellungen haben. Designierte Geschäftsführerin ist Bettina Bertschinger, die diese Aufgabe bereits beim bisherigen SwissMediaForum innehat.

Beinhaltet die Kooperation finanzielle Verpflichtungen?
Es handelt sich um ein Joint Venture, in das sich beide Seiten gleichberechtigt einbringen.

Werden weiterhin Sie selber die Verantwortung über das Programm haben?
Ja, wobei ich mich eng mit Verena Vonarburg austausche. Weiterhin darf ich auch auf die Unterstützung unseres Advisory Boards zählen, dem Miriam Meckel, Pascale Bruderer, Frank Bodin, Roger de Weck, Pietro Supino und Peter Wanner angehören. Das ist sehr wertvoll.

Wie gross ist das Mitspracherecht des Verbandes?
Das Joint Venture ist eine 50:50-Partnerschaft. Was das Programm betrifft, so bin ich verantwortlich.

Im Mai wird nochmals ein SwissMediaForum im gewohnten Rahmen stattfinden. Wen konnten Sie bereits als Gast gewinnen?
Der eine Schwerpunkt wird die Digitalisierung sein, dazu spricht am 28. Mai Mathias Döpfner, der CEO von Axel Springer. Ein zweiter Schwerpunkt wird - nach "Charlie Hebdo" - die Meinungsfreiheit sein, hier wird es ein Panel unter anderem mit dem Chefredaktor von "Jyllands-Posten" geben, welche damals die umstrittenen Mohammed-Karikaturen druckte. Und auch dieses Jahr werden wir einen Bundesrat in Luzern begrüssen dürfen.

Welches wäre für die künftigen Kongresse Ihr persönlicher Traumgast?
Von Jeff Bezos würde ich schon einmal gern direkt hören, was er mit der "Washington Post" vor hat.

Fragen: Edith Hollenstein



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