13.11.2006

Reformierte Zeitung

Fusionsprojekt harzt

"Interkantonaler Kirchenbote" nur noch halbherzig dabei.

Die geplante Fusion von fünf reformierten Kirchenblättern zur nationalen Reformierten Zeitung mit einer Auflage von 830'000 Exemplaren stösst auf erste Schwierigkeiten. Der Interkantonale Kirchenbote ist nur noch pro forma dabei.^Der Grund für den teilweisen Ausstieg des Kirchenboten bei diesem nationalen Projekt ist finanzieller Natur. Ein Mitmachen hätte beim "Interkantonalen Kirchenboten" - im Gegensatz zu den anderen Partnern - zu keinen Einsparungen geführt, sagte Chefredaktor Tillmann Zuber zu einem Bericht des "Tages-Anzeigers".

Basler Landeskirchen wollen nicht

Dazu kommt, dass die Landeskirchen Basel-Landschaft und Basel-Stadt ihrerseits den Vertrag mit dem Interkantonalen Kirchboten auf Ende 2007 gekündigt haben. Grund sei vor allem die inhaltliche Ausrichtung des Blattes, sagte Paul Dalcher, Kommunikationschef der Reformierten Kirche Baselland. Zudem wünsche sich der Kirchenrat Baselland, dass der Kirchenbote mehr zu einer Mitgliederzeitung werde. Dalcher kritisiert auch den zu geringen Einfluss. Die Landeskirchen BL und BS würden zwar fast die Hälfte zum Budget beitragen, hätten aber nur gerade ein Viertel der Stimmen.

Projektarbeiten gehen weiter

Die Arbeiten für das Projekt einer nationalen "Reformierten Zeitung" werden trotzdem vorangetrieben. Man habe die Sache auch ohne den "Kirchenboten" noch einmal durchgerechnet, sagte Martin Lehmann von der Projektgruppe. Zudem hätten sich diverse andere Landeskirchen für ein Mitmachen interessiert. Die Projektgruppe arbeitet gemäss Lehmann, Redaktor beim Berner "saemann", vorerst in der bestehenden Besetzung weiter. In einem nächsten Schritt müssen die Herausgeber der Partner den Projektbeschrieb, das Finanzierungsmodell und das Redaktionsstatut genehmigen. Das Blatt soll erstmals im Frühling 2008 erscheinen.


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