24.08.2014

Affäre Geri Müller

Geri Müller als Opfer einer Polit-Intrige

Sacha Wigdorovits habe der Frau den Kontakt zu Patrik Müller übermittelt.

Die Ex-Chatpartnerin von Geri Müller hat bei den Behörden ausgesagt, es sei Druck auf sie ausgeübt worden, die Geschichte über die Nacktbilder des Politikers öffentlich zu machen. Sie nennt zwei Namen von politischen Gegnern des Aargauer Nationalrats.  Josef Bollag, Jurist und Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Baden und PR-Berater Sacha Wigdorovits. Beide hat sie auf Bildern, die die Polizei ihr vorlegte, identifiziert. Dies schreibt die "Sonntagszeitung" in ihrer aktuellen Ausgabe. 

Bollag wurde auch mit einem Privatdetektiveinsatz gegen Müller in Zusammenhang gebracht. Dessen Informationen sollten die Wahl zum Stadtammann Müllers in Baden verhindern.  Bollag sagt: "Es stimmt, dass ich mich nach seiner Herkunft erkundigt habe."

Wigdorovits, der erst betont hatte, er habe seit Ende April nichts mehr von der Frau gehört, räumt jetzt ein, ihr vergangene Woche die Koordinaten von Patrik Müller, Chefredaktor der "Schweiz am Sonntag", übermittelt zu haben. Aber er dementiert, die Frau bedrängt zu haben. "Eigentlich müsste ich die junge Frau bedauern", sagt Wigdorovits. "Aber mit ihren Intrigen und Verdrehungen hat sie grosses Unheil angerichtet." Sie habe  den Sachverhalt in den Medien so dargestellt, "als seien sie und Geri Müller das Opfer einer jüdischen Verschwörung geworden." Josef Bollag und er hätten darum in den letzten Tagen Morddrohungen erhalten haben. "Das kann ich ihr nicht verzeihen." (SoZ)


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