Der Verwaltungsrat der SRG SSR hat den Tessiner Maurizio Canetta, der als Favorit galt, zum Direktor von Radiotelevisione svizzera (RSI) ernannt. Die Berufung erfolgte auf Vorschlag der SRG-Genossenschaft der italienischen Schweiz (Comitato Corsi).
Canetta trat 1980 in den Dienst des damaligen TSI. Zuerst war er Stagiaire in Zürich, dann Redaktor der Sendung "Telegiornale", danach Bundeshauskorrespondent in Bern und später Produzent von "Domenica Sportiva" und "Telegiornale". Seit 2003 nimmt der 57-Jährige wichtige Führungsaufgaben beim Sender wahr. Er war Sportchef, Chef von "Telegiornale", Kulturchef und seit Juli 2012 Chef Information.
Aufgrund seiner Erfahrung in verschiedensten publizistischen Bereichen und seiner Managementfähigkeiten erfülle Canetta die Anforderungen an einen RSI-Direktor ideal, heisst es in der Mitteilung. Am 1. Juni 2014 wird er Dino Balestra als Direktor ablösen und dann gleichzeitig Mitglied der Geschäftsleitung der SRG sein.
Diese bleibt somit weiterhin gänzlich in Männerhand. Wie die "Sonntagszeitung" schreibt, hat Genereldirektor Roger de Weck intensiv nach einer Frau als RSI-Direktorin gesucht. Er sei mehrfach ins Tessin gereist, um an den entscheidenden Sitzungen Einfluss zu nehmen. Seine Lieblingskandidatin sei Milena Foletti gewesen. Die Leiterin Programme und Bild beim RSI sei bis zum Schluss im Rennen gewesen. (pd/SoZ)

