25.04.2016

Verband Schweizer Medien

Geschäftsführer geht auf Debatte um Druck von Inserenten ein

Unabhängigkeit sei das wertvollste Gut, sagt Andreas Häuptli. Die Werbeallianz verschärfe die Lage zusätzlich.
Verband Schweizer Medien: Geschäftsführer geht auf Debatte um Druck von Inserenten ein

Nachdem BaZ-Chef Markus Somm Inserenten dazu aufgefordert hatte, Druck auf die Redaktionen auszuüben wenn ihnen die Berichterstattung missfällt, Hanspeter Lebrument, Präsident des Verlegerverbandes, die Haltung von Somm gestützt hatte und der NZZ-CEO Veit Dengler sich als erster Vertreter eines Grossverlages entschieden gegen diese Auffassung von Berufsethik äusserte, äussert sich nun auch der Direktor des Verbandes Schweizer Medien in der Debatte.

Unabhängigkeit sei das wertvollste Gut, schreibt Andreas Häuptli im aktuellen Newsletter, sie bilde die Grundlage für das Vertrauen der Leser und Werbeauftraggeber in die Publikationen. «Der strukturelle Wandel und ungünstige Rahmenbedingungen gefährden aber die Unabhängigkeit der Berichterstattung.» Der Verband Schweizer Medien wolle sich deswegen für die Freiheit der Medien und ihre publizistische Unabhängigkeit einsetzen.

Zusätzlich zu dem rückgängigen Werbevolumen der Printmedien verschärfte die Vermarktungsallianz Admeira von SRG, Swisscom und Ringier Lage, glaubt Häuptli. Die Markteinmischung führe zu Verzerrungen. Ein Verfahren über die Zulässigkeit von Admeira vor dem Bundesverwaltungsgericht ist noch hängig. (dp)

Bild: zVg.

 

 


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