Die NZZ-Gruppe hat ein schlechtes Jahr hinter sich. Mit 13,6 Mio. Franken Gewinn (Vorjahr 21,8 Mio.) fiel das finanzielle Ergebnis nach eigenen Angaben "bescheiden" aus. Der Umsatz der NZZ-Gruppe hat von 547,0 Mio. Franken auf 482,3 Mio. abgenommen.
Das Jahr 2005 habe sich auf dem Inseratemarkt als "Jahr der enttäuschten Hoffnungen" erwiesen, so das Unternehmen. Neben dem Rückgang bei der Neuen Zürcher Zeitung (--5,2 Prozent), der Neuen Luzerner Zeitung (--6,5 Prozent) und dem St.Galler Tagblatt (--8,9 Prozent) hielten sich immerhin die NZZ am Sonntag und das NZZ Folio relativ gut. Bei allen Titeln, ausgenommen die NZZ am Sonntag, die weiter zulegte, waren neben dem Rückgang im Anzeigengeschäft auch leicht schrumpfende Auflagezahlen zu verzeichnen. In deutlich positivem Kontrast dazu stehen die Leserschaftszahlen, die auf eine vermehrte Beachtung der Produkte aus dem Hause NZZ hinweisen.
Im vergangenen Geschäftsjahr erfolgten zahlreiche Weichenstellungen, von denen sich die NZZ-Gruppe erhofft, dass sie mittelfristig Früchte tragen werden. Dazu gehört an erster Stelle die Partnerschaft mit der PubliGroupe: Seit dem 1. Januar 2005 wird die Vermarktung des Werberaumes in der NZZ und der NZZ am Sonntag unter dem Namen "NZZ Media" durch die Publicitas wahrgenommen.
In Zusammenarbeit mit der PubliGroupe wurde der Ausbau des Regionalzeitungsbereichs vorangetrieben: Nachdem die NZZ-Gruppe über die Freie Presse Holding (FPH) von der PubliGroupe eine 20 Prozent-Beteiligung an der Zürichsee-Presse, Verlegerin der Zürichsee-Zeitung, und eine 40 Prozent-Beteiligung an der Zürcher Unterland Medien AG, Herausgeberin des Zürcher Unterländers, übernommen hatte, kaufte sie von einem privaten Vermögensverwalter 38 Prozent der Zürcher Oberland Medien AG, Herausgeberin des Zürcher Oberländers. Im Zuge der Bildung der beiden Geschäftsbereiche NZZ und FPH wurden die Führung der Gruppe und die Geschäftsleitung der NZZ verselbstständigt und personell erneuert.
Der Bereich Geschäftsdruck der NZZ-Gruppe mit den Tochtergesellschaften Zollikofer AG und NZZ Fretz AG ist in das Joint Venture Swiss Printers AG von NZZ-Gruppe (30 Prozent Aktienanteil) und Ringier (70 Prozent) eingebracht worden. Das Startjahr der Swiss Printers AG sei durch die Restrukturierungsaufwendungen bei der Ringier Print Zofingen AG belastet worden, teilt das Unternehmen mit.

