03.04.2016

Aserbaidschan

Haftstrafen für Tötung von Journalisten

Fünf Männer hatten einen Foto- und Videoreporter so schwer verletzt, dass er an den Folgen starb.

Wegen der Tötung eines Journalisten sind fünf Männer in Aserbaidschan zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Die Angeklagten wurden am Freitag in Baku schuldig gesprochen, den Foto- und Videoreporter Rasim Alijew so schwer verletzt zu haben, dass er später seinen Verletzungen erlag.

Das Gericht verhängte Freiheitsstrafen von neun bis 13 Jahren. Der 30-jährige Journalist war im August gestorben, nachdem die Angeklagten ihn zusammengeschlagen hatten. Auslöser des Streits war ein Kommentar Alijews auf seiner Facebook-Seite, in dem er einen Spieler des Fussballklubs FK Gabala nach einem hitzigen Spiel gegen eine Mannschaft aus Zypern kritisierte. Dem Stürmer Jawid Husejnow, der die gegnerischen Fans nach der Partie mit einer türkischen Flagge provozierte und einem Journalisten eine beleidigende Geste gezeigt haben soll, warf er schlechtes Benehmen vor.

Einer der Angeklagten beschimpfte Alijew daraufhin am Telefon, entschuldigte sich später aber und bat um ein Treffen. «Ich kam alleine. Sie waren zu fünft oder zu sechst, stürzten sich sofort auf mich und schlugen auf mich ein», schilderte der Journalist im Spital den Angriff. Kurz darauf verschlechterte sich sein Zustand, nach einer Notoperation starb er. (sda)


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