05.02.2019

Handelsblatt Media Group

«Handelsblatt Today» wird nicht fortgeführt

Der Düsseldorfer Verlag gibt seinen englischsprachigen Dienst auf, da kein «nachhaltig erfolgreiches Geschäftsmodell» entwickelt worden sei.

Die Handelsblatt Media Group wird ihren englischsprachigen Dienst «Handelsblatt Today» «in der jetzigen Form nicht fortführen». Dies hat «Handelsblatt»-Chefredakteur Sven Afhüppe im Interview mit dem «Wirtschaftsjournalist» bestätigt.

«Ein nachhaltig erfolgreiches Geschäftsmodell haben wir noch nicht entwickeln können. Deshalb wird ‹Handelsblatt Today› in der jetzigen Form nicht fortgeführt. Aktuell prüfen wir ein neues Konzept für ein englischsprachiges Produkt», so Sven Afhüppe, Chefredakteur des «Handelsblatt», im Interview mit dem «Wirtschaftsjournalist».

Zuvor hatte der «Wirtschaftsjournalist» berichtet, dass «Handelsblatt Today», ehemals «Global Edition», auf der Kippe stehen soll. Mit dem im September 2014 erstmals in Englisch erscheinenden Dienst wollte der damalige Chefredakteur und Geschäftsführer Gabor Steingart die Wirtschafts- und Finanzzeitung auf ein internationales Niveau hieven.

Weitere Sparmassnahmen

Ebenfalls berichtet der «Wirtschaftsjournalist» am Dienstag, dass die Handelsblatt Media Group bei der «Wirtschaftswoche» den Rotstift ansetzt. Bis zu zehn der rund 100 Stellen sollen wegfallen. Ausserdem soll das wöchentlich erscheinende Magazin eine Million Euro einsparen. Im Dezember habe Chefredakteur Beat Balzli bereits aus Kostengründen acht redaktionelle Seiten aus dem Programm nehmen müssen, um einen Heftumfang von hundert Seiten nicht zu überschreiten, schreibt das Branchenmagazin «Wirtschaftsjournalist», das im Medienfachverlag Oberauer erscheint.

Am Montag war bekannt geworden, dass die Handelsblatt Media Group den Mediendienst Meedia rückwirkend auf den 1. Februar an die Busch Group veräussert (persoenlich.com berichtete). Die Gruppe fokussiere sich auf das Thema «Wirtschaftlicher Sachverstand» und sortiere deshalb Teile ihres Portfolios neu, hiess es zu den Beweggründen.

Das «Handelsblatt» und die «Wirtschaftswoche» gehören wie die «Zeit» zur DvH Medien GmbH von Dieter von Holtzbrinck. (pd/as)

 


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