19.12.2006

2006

Höchste Zahl getöteter Medienleute seit Zweitem Weltkrieg

Trauriges Jahr für Kriegsberichterstatter.

Das Jahr 2006 ist für Kriegsberichterstatter ein trauriges Rekordjahr. Noch nie seit Ende des Zweiten Weltkriegs wurden so viele Medienleute bei der Ausübung ihrer Arbeit getötet wie in diesem Jahr. Gemäss der Zählung der Nichtregierungsorganisation (NGO) Kampagne für ein Presse-Emblem (PEC) kamen seit Januar 94 Medienschaffende ums Leben. Mit 48 getöteten Journalisten entfällt fast die Hälfte auf den Krieg im Irak, wie PEC am Dienstag in Genf mitteilte.

Im vergangenen Jahr waren es 24 Medienleute, die im Irak den Tod fanden. Mit 103 getöteten Medienschaffenden seit April 2003 gilt der Irak-Krieg mittlerweile als der blutigste Konflikt für Journalisten seit 1945, wie PEC weiter mitteilte. Auch in Mexiko und in Russland habe sich die Lage für Journalisten alarmierend verschlechtert. In Mexiko wurden dieses Jahr 8 und in Russland 4 Medienschaffende getötet. Zu weiteren gefährlichen Gegenden zählt PEC unter anderem Sri Lanka, die Philippinen, Pakistan, Kolumbien und China.


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