19.06.2016

Roger Schawinski

«Ich bin der Allergrösste» in allen Medien

Das neuste Buch von Medienpionier Roger Schawinski stösst auf grosse Medienresonanz. Alle vier nationalen Sonntagszeitungen sowie die deutsche «Welt am Sonntag» berichten darüber.
Roger Schawinski: «Ich bin der Allergrösste» in allen Medien

Das neuste Buch von Roger Schawinski mit dem provokanten Titel «Ich bin der Allergrösste - Warum Narzissten scheitern» scheint den Zeitgeist getroffen zu haben. Alle vier grossen Schweizer Sonntagszeitungen sowie die deutsche «Welt zum Sonntag» berichten mit Vorabdrucken, Interviews und Kritiken über das neuste Werk des Medienpioniers, Talksmasters und Radiounternehmer.

Anhand der Beschreibung vom Aufstieg und Fall bekannter Persönlichkeiten wie dem ehemaligen Tour-de-France-Sieger Lance Amstrong, Fifa-Boss Sepp Blatter, «Fussballkaiser» Franz Beckenbauer, Wetterlegende Jörg Kachelmann sowie den Spitzenmanagern Joe Ackermann, Marcel Ospel und Daniel Vasella zeichnet Schawinski auf süffige und detailtreue Art deren Persönlichkeitsbild nach.

Während die «NZZ am Sonntag» und die «Welt am Sonntag» einen Vorabdruck bringen, gibt Schawinski dem «SonntagsBlick» ausführlich über sein Werk Auskunft. Im Interview mit Peter Hossli meint Schawinski, dass sich sein Narzissmus in Grenzen halte. Als Sat.1-Chef habe er «eine gewisse Demut» entwickelt.

Für Schawinski ist der Selfie-Stick der Ausdruck der neuen Narzissmus-Bewegung. In der «Sonntagszeitung» bespricht Reza Rafi unter dem Titel «Schawinskis Abrechnung» das Buch. Rafis Fazit: «Zuweilen liest sich das Werk wie eine persönliche Abrechnung. Man muss aber Schawinski, der alle Betroffenen vergeblich um Stellungnahmen angefragt hatte, hoch anrechnen, dass er einen urjournalistischen Trieb nicht verloren hat, sondern auslebt: seine Neugierde auf Menschen.»

Warnung für Selbstverliebte

In der «Schweiz am Sonntag» haut Journalistenlegende Jürg Ramspeck in die Tasten. Ramspeck gilt als einer der Entdecker Schawinskis. Der langjährige «Weltwoche»-Chef ist vom Schawinski-Buch angetan: «Man könnte das Buch «Ich bin der Allergrösste» auch dazu benutzen, sich darüber hinwegzutrösten, dass man es selber nie in komfortable Spitzenpositionen gebracht hat. Und dafür einem die Schmach öffentlicher Demütigung erspart geblieben ist.

Dazu liefert es der Schadenfreude zu wenig Nahrung. Vielmehr geht es Schawinski darum, eine Warnung auszusprechen: Hüte dich davor, zu deiner eigenen Persönlichkeit die Distanz zu verlieren,» so Ramspeck. Für die Medienbranche vor allem interessant das Porträt des ehemaligen Tamedia-CEO Rico Hächler, der seiner verlorenen Macht nicht nachtrauere.

Aber vielleicht - so orakelt Ramspeck - «ist und war er gar kein Narzisst.» Das Buch, welches bei Kein & Aber erscheint, ist ab dieser Woche im Verkauf. Roger Schawinski ist auch regelmässiger Kolumnist von «persönlich». (ma)


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen
Neue Podcast-Folge: Jetzt reinhören