20.01.2014

SRG

"Im Gegensatz zum ORF senden wir viersprachig"

Delegationsleiter Roland Mägerle erklärt, warum es in Sotschi 340 Leute braucht.
SRG: "Im Gegensatz zum ORF senden wir viersprachig"

Dass die SRG mit insgesamt 340 Mitarbeitern nach Sotschi reist, hat landesweit für Schlagzeilen gesorgt. 104 Personen sind alleine für die Produktion des Weltsignals für die Ski Alpin-Rennen verantwortlich. Die anderen 236 SRG-Mitarbeiter können sich so beinahe zu zweit um einen Schweizer Sportler kümmern.

In Sachen Personalaufwand mische die kleine Schweiz im Vergleich mit unseren Nachbarn aus Deutschland und Österreich ganz vorne mit, schreibt die "Handelszeitung". ORF sei mit 100 Mitarbeitenden in Sotschi dabei, ARD und ZDF mit je 225. Im Vergleich zu den 130 Schweizer Sportlern, welche die Schweiz in Russland vertreten, sind die 340 SRG-Mitarbeiter eine horrende Anzahl. "Die Mitarbeiter von ORF decken die programmlichen Inhalte ab. Sie produzieren keine Rennen, wie dies die SRG zusätzlich tut", begründet Roland Mägerle, Leiter Grossprojekte Business Unit Sport (BUS), auf Anfrage von persoenlich.com den Personalaufwand.

Die Erwartungshaltungen von Organisatoren und Sponsoren würden zudem immer grösser, wird ein Insider im "Blick" zitiert. Mägerle beteuert, dass die hohe Anzahl keinesfalls in Zusammenhang mit dem wachsenden Druck der Sponsoren stehe: "Die Mitarbeiteranzahl bezieht sich auf die programmliche und produktionstechnische Abwicklung. Sie steht in keinem Zusammenhang mit Sponsoren." 

Vier Sprachen als Rechtfertigung? 
Die Mehrsprachigkeit der Schweiz sei ein Hauptgrund, so Mägerle: "ORF sendet nur in einer Sprache, die SRG in den vier Schweizer Landessprachen." Sogar der rätoromanische Teil wird mit Radioschaffenden abgedeckt, heisst es auf Anfrage. Es sei ihr Auftrag, die verschiedenen Landesteile mit den entsprechenden Informationen zu beliefern.

Im "Blick" spricht ein Insider von Ausgaben zwischen 12'000 und 15'000 Franken pro Mitarbeiter. Insgesamt würden also rund 3,5 Millionen Franken für die Olympia-Berichterstattung ausgegeben. Zu den konkreten Zahlen wollte sich Mägerle gegenüber persoenlich.com nicht äussern. (ml)


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