Laut der aktuellen ARD/ZDF-Studie "Massenkommunikation 2010" sehen die Deutschen täglich 220 Minuten fern - mehr als dreieinhalb Stunden und ebenso viel wie vor fünf Jahren. Stark abgebaut hat Radio mit 187 Minuten (2005: 221 Minuten), erst dann folgt das Internet mit 83 Minuten täglicher Nutzung - nahezu doppelt soviel wie noch vor fünf Jahren.
Printmedien liegen noch dahinter: Die klassische Tageszeitung kommt auf 23 Minuten (2005: 28 Minuten), Zeitschriften dagegen nur auf 6 Minuten - halb so viel wie vor fünf Jahren. Die Mediennutzung insgesamt ging binnen der vergangenen fünf Jahre zurück - von genau 10 Stunden pro Tag auf 9 Stunden und 43 Minuten. Das ist der erste Rückgang der Gesamtmediennutzung seit die Studie Mitte der 60er-Jahre erstmals erhoben wurde.
Immerhin erreichen die Medien ihre Leser auch im Netz: Die Studie differenzierte erstmals nach "medialer" und "nicht-medialer" Web-Nutzung, als Kommuniaktion, Einkäufe oder Spiele etc. Die nicht-mediale Nutzung überwiegt mit einer Reichweite von 43 Prozent, Medieninhalte spielen mit 28 Prozent Reichweite bei Erwachsenen nur die zweite Geige. Bei jungen Nutzern verschiebt sich das Bild: Sie nutzen das Netz bereits 144 Minuten am Tag. Nicht-mediale Inhalte erreichen 73 Prozent der jüngeren Zielgruppe, Massenmedien kommen hier bereits auf eine Tagesreichweite von 57 Prozent.

