16.01.2014

ProSieben

Investoren steigen aus

KKR und Permira trennen sich von ihrem letzten ProSiebenSat.1-Aktienpaket.

Die Finanzinvestoren KKR und Permira trennen sich von ihrem letzten milliardenschweren ProSiebenSat.1-Aktienpaket. 36,3 Millionen Anteilsscheine des Fernsehkonzerns sollten über Nacht bei institutionellen Investoren platziert werden, wie die gemeinsame Holding der beiden Beteiligungsfirmen am Donnerstagabend mitteilte.

Mit dem Verkauf der Anteile, die zum Xetra-Schlusskurs vom Donnerstag 1,27 Milliarden Euro wert waren, steigt der Streubesitz auf 100 Prozent. Das dürfte den Fernsehkonzern zum ersten Nachrücker in den deutschen Leitindex Dax machen. ProSiebenSat.1 hatte im Juli mit der Umwandlung der Vorzugs- in Stammaktien den 
Startschuss für den Ausstieg der Finanzinvestoren gegeben. Einen strategischen Käufer für ihr Anteilspaket hatten sie nicht gefunden. Seitdem haben sich 
Permira und KKR von mehreren grossen Aktienpaketen getrennt. Zuletzt hielten sie noch rund 17 Prozent an dem Fernsehkonzern.
 
Im Frankfurter Späthandel notierte die Aktie bei 34,50 Euro, nachdem sie mit 35,00 Euro aus dem Xetra-Handel gegangen war. Damit könnte der letzte Anteilsverkauf für KKR und Permira noch lukrativer werden als die vorherige Platzierung Mitte November. Damals hatten sie 35 Millionen ProSieben-Aktien zu je 31,53 Euro untergebracht und 1,1 Milliarden Euro eingenommen.

KKR und Permira waren kurz vor Ausbruch der Finanzkrise eingestiegen. Zeitweise hatten sie um ihre Beteiligung zittern müssen, weil sie ihre Holding Lavena mit Schulden überfrachtet hatten und sie an Hedgefonds zu verlieren drohten. Die Platzierung wird von der Deutschen Bank und der Bank of America Merrill Lynch gemanagt. (sda/reu) 


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