Dem Publikumsrat gefällt der Anfang Jahr umgestaltete "Literaturclub" des Schweizer Fernsehens. Das Literaturspektrum sei breit, die Darbietungsform abwechslungsreich und die Diskussionsteilnehmer kompetent. Kleine Mängel machte das Gremium dennoch aus. So wünschten sich die Räte mehr Schweizer und weibliche Autoren und Gäste, teilte das Gremium am Freitag mit. Auch sei der Publikumsrat etwas enttäuscht, dass vom versprochenen Miteinbezug von Krimis und Sachbüchern bisher wenig zu merken gewesen sei.
Die Diskussion sei für die meisten gut verständlich und die Begeisterung der Diskussionsteilnehmerinnen und -teilnehmer ansteckend. Dies ist gemäss Publikumsrat auch ein Verdienst der engagierten Moderatorin Iris Radisch. "Allerdings muss sie sich als teilnehmende Kritikerin ganz klar zurücknehmen", bemängelte der Rat. Die neue Lokalität spreche auch ein jüngeres Publikum an, wird gelobt. Die Kurzfilme zur Vorstellung eines Buches sowie das Vorlesen von Textausschnitten sorgen für eine willkommene Abwechslung. Auf das neu geschaffene Thema könne man aber verzichten, das schränke die Auswahl zu sehr ein. Insgesamt erachtet der Publikumsrat den "Literaturclub" als wichtigen Beitrag zum Service public. (sda)

