Eine repräsentative Umfrage der gfs für Markt- und Sozialforschung im Auftrag der Stiftung Alphabetisierung und Grundbildung Schweiz (SAGS) zeichnet ein alarmierendes Bild eines Tabuthemas. Studien belegen, dass 500'000 Erwachsene in der Schweiz nicht richtig lesen und schreiben können - aber kaum jemand weiss es, teilt die SAGS mit.
Obwohl eine OECD-Studie bereits 1998 gezeigt habe, dass sich die Problematik des funktionalen Analphabetismus auch in der Schweiz zuspitzt, unterschätzen gemäss SAGS 91 Prozent der in der Deutschschweiz befragten Personen acht Jahre später das Ausmass des Problems noch immer. Die rund 2 Millionen Franken, welche Bund und Kantone jährlich investieren, um die Zahl der Illetristen (Ausdruck für Menschen mit massiven Lese- und Schreibschwächen) zu verringern, würden kaum messbare Wirkung zeigen.

