Die New York Times ist laut einem Bericht des deutschen Medienportals "meedia.de" besorgt über die Gesundheit kommender Journalisten-Generationen: In einem digitalen Newsroom sei die Belastung so extrem, dass deutlich früher mit Überlastung und Burnout-Symptomen zu rechnen sei. Duy Linh Tu, der an der Columbia University das Programm für digitale Medien leitet, berichtet: "Wenn ehemalige Studenten zu Besuch kommen, sehen sie aus, als hätten sie Jahrzehnte harter Arbeit hinter sich, nicht nur die paar Jahre, die es tatsächlich sind."
Paradebeispiel für die extrem fordernden Arbeitsbedingungen ist das Multimedia Magazin "Politico", das sich ausschliesslich im Washingtoner Regierungsbezirk bewegt: Dort sorgte laut "New York Times" ein Aprilscherz für Tränenausbrüche. Die Chefredakteure hatten in einer Mail den Arbeitsbeginn auf fünf Uhr früh verlegt, weil man im Morgengrauen Politiker am besten erreichen könne. Etliche Redaktore hielten das für blanken Ernst. Im ersten Halbjahr 2010 sind bei "Politico" rund ein Dutzend Redakteure ausgestiegen, bei Gawker Media sei ein eine Verweildauer von nur einem Jahr durchaus üblich. (meedia.de)

