10.07.2014

Nahost

Journalisten bei Eskalation unter Beschuss

Willkürliche Festnahmen, Ausrüstung wird zerstört oder beschlagnahmt.

Journalisten geraten laut Reporter ohne Grenzen (ROG) zunehmend in die jüngste Gewalteskalation zwischen Israelis und Palästinensern. Medienleute seien dem Beschuss der israelischen Armee ausgesetzt.

Journalisten würden willkürlich festgenommen, ihre Ausrüstung werde zerstört oder beschlagnahmt, heisst es in einem am Mittwoch veröffentlichten ROG-Bericht über die Lage der Medien in den Palästinensergebieten.
 
Auch die Palästinensische Autonomiebehörde und die radikal-islamische Hamas hätten vor dem Hintergrund ihres Machtkampfes die Repression gegen die Presse verschärft.
 
Mitarbeiter des Fernsehsenders Filastin Al-Joum seien verletzt worden, als sie am vergangenen Samstag in Ost-Jerusalem unter Beschuss der israelischen Armee gerieten. Am gleichen Tag wurde demnach ein Korrespondent des Hamas- Fernsehsenders Al-Aksa TV festgenommen.
 
Journalisten seien durch Schüsse von Israels Sicherheitskräften verletzt worden, als sie am 2. Juli im Jerusalemer Stadtteil Shoafat über Demonstrationen nach dem Mord an einem jungen Palästinenser berichteten.
 
"Journalisten sind keine Konfliktparteien und müssen bei Militäreinsätzen ebenso geschützt werden wie alle anderen Zivilisten", sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr. Israels Armee müsse sicherstellen, dass Journalisten ohne Angst berichten könnten. (sda)

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