In Grossbritannien fand am vergangenen Freitag das Finale der Reality-Show Big Brother statt, aus dem Pete Bennett als Gewinner hervorging. Der Kandidat der Fernsehshow leidet am Tourette-Syndrom und hat mit seiner Teilnahme an der beliebten Unterhaltungssendung einen wichtigen Beitrag zur öffentlichen Aufklärung über diese Krankheit geleistet, wie der Guardian berichtet. Sein Aufenthalt in der rundum überwachten Fernseh-WG wird von vielen als die bestmögliche PR für diese neuropsychiatrische Störung gesehen. Diese Krankheit äussert sich durch das Auftreten von Tics. Dabei macht der Betroffene von Zeit zu Zeit plötzliche und heftige Bewegungen oder stösst Laute aus.
"Pete hat die beste PR-Arbeit für Menschen mit Tourette-Syndrom geleistet, die möglich ist", meint Christine Sharp, deren Sohn Matthew auch an der Krankheit leidet, im Interview mit dem Guardian. Ihr Sohn hatte mit Pete Bennett dieselbe Sonderschule besucht und befreundete sich dort mit ihm. Petes Teilnahme am Finale der Show, das von 8,2 Mio. Zusehern verfolgt wurde, habe geholfen, die Individualität und den Charakter von Tourette-Patienten zu zeigen.

