17.04.2006

FBZ

Kegelpartie um die letzten Hemden der Verleger

Lebrument und Co beweisen "Hemd und Humor".

Die Freien Berufsjournalistinnen und -journalisten feierten vergangene Woche ihren traditionellen Kegelabend. Gespielt wurde dabei um nicht weniger als die Hemden der nahmhaftesten Verleger des Landes. Diese waren im Vorfeld dazu aufgefordert worden, auch einmal ihr letztes Hemd für den Journalismus zu stiften. Die Hälfte der angefragten zehn Verleger liess sich nicht lumpen: Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument, NZZ-Verleger Daniel Hofer, Guido Blumer, Verleger der Stadtblatt Verlags AG Winterthur, Baz-Verleger Matthias Hagemann sowie Urs Gossweiler der Jungfrauzeitung bewiesen "Humor und Hemd" wie der FBZ am Donnerstag mitteilte.

Hanspeter Lebrument übersendete aus der Südostschweiz ein hellgelbes Hemd "der Marke BOSS und hat damit verlegerisches Format", wie der Boss des Schweizer Verlegerverbandes und Verleger der Südostschweiz in einem kurzen und pointierten Begleitschreiben festhielt.

Ein schwarzes, elegantes Hemd der Marke WE (deutsch: wir) erreichte die Freien BerufsjournalistInnen aus Winterthur von Stadtblatt-Verleger Guido Blumer. Er hatte sein Hemd zuvor sichtlich mit viel Liebe zur Qualität eigenhändig gebügelt: "Es duftete dank angemessen nachhaltiger Verpackung immer noch aprilfrisch", gab die glückliche Gewinnerin seines Hemdes beeindruckt zu Protokoll.

Auch BAZ-Verleger Matthias Hagemann liess sich nicht lumpen und schickte ein effektiv schickes ockerfarbenes Hemd -- seidenfein und mit geschwungenem Ornament an Kragen und Manschetten.

Ein halber Ärmel -- kam aus dem Hause NZZ -- zusammen mit zwei NZZ-Abos, drei Büchergutscheinen und einem gewitzten Schreiben. Der Hemdsärmel, den Verlagsleiter Daniel Hofer eigenhändig mit einer Schere in Form gebracht haben muss, war weiss und blau, feinkariert, und wenn auch nicht aus Designerhand, wie Hofer in Bezugnahme auf die NZZ-Jahresresultate erläuterte, so muss der Ärmel und sein Hemd doch aus edler einheimischer Produktion stammen.

Am Abend selbst und von fern, vom Fusse der Jungfrau angereist erschien Verleger Urs Gossweiler, Jungfrauzeitung. Im Gepäck hatte er nicht sein letztes, sondern sein erstes Hemd (Kindergrösse 77) und eine Einladung ans Giessbachmeeting inklusive Übernachtung und Katerfrühstück.

Der Verleger der Tamedia, Hans Heinrich Coninx, spendete zwar wegen Auslandabwesenheit weder sein letztes Hemd noch Fliege, liess aber mit freundlichen Grüssen einen namhaften monetären Beitrag für den Freien-Vereinsabend zukommen, wie der FBZ mitteilt.


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