10.01.2015

Axel Springer

Kein Abschied aus der Schweiz

CEO Ralph Büchi kontert Weltwoche-Artikel.
Axel Springer: Kein Abschied aus der Schweiz

Medienkolumnist Kurt W. Zimmermann schreibt in der aktuellen Weltwoche, dass sich Axel Springer «de facto» aus dem Schweizer Markt verabschieden werde (persoenlich.com berichtete). In einer internen Email, die persoenlich.com vorliegt, dementiert Axel-Springer-Schweiz-CEO Ralph Büchi diese – Zitat – «verzerrte Berichterstattung». Wäre dies die Absicht seines Unternehmens gewesen, so Büchi, hätte man Axel Springer Schweiz verkauft, so wie man es zuvor mit Teilen des Portfolios in Deutschland und Tschechien gemacht habe. Die Gründung des Joint Ventures mit Ringier dienten aber «im Gegenteil» zur Sicherung des langfristigen, nachhaltigen Erfolges der Medienmarken und damit auch der weiterhin starken Präsenz von Axel Springer in der Schweiz.

Was die Führung des neuen Unternehmens anbelange, so verfolge man ein partnerschaftliches Modell, bei welchem beide Unternehmen die wichtigen strategischen Entscheid «gemeinsam» fällen werden. Dabei stelle Ringier den CEO und Axel Springer mit Ralph Büchi den Verwaltungsratspräsidenten, wobei der Verwaltungsrat paritätisch besetzt werde.

Dies entspräche dem Modell, wie es bereits in Osteuropa mit Ringier erfolgreich gehandhabt und – im Gegensatz zur Schweiz – durch Axel Springer konsolidiert werde. Es käme dabei auch niemand auf die Idee zu behaupten, Ringier hätte sich deshalb aus Osteuropa verabschiedet.

Ralph Büchi beendet das Schreiben an seine Mitarbeiter mit der Bitte, dass man sich nicht durch «anders lautende Interpretationen» beirren lassen solle. (ma)

Bild: Keystone


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