Der Auslandchef des SonntagsBlicks, Johannes von Dohnanyi, und sein Kollege Bruno Schirra werden sich in Deutschland nicht vor Gericht verantworten müssen: Die Staatsanwaltschaft Potsdam ist mit dem Versuch gescheitert, einen Prozess gegen die beiden Journalisten zu eröffnen. Das zuständige Gericht hat es mangels Beweisen abgelehnt, ein Gerichtsverfahren wegen Beihilfe zum Geheimnisverrat zu eröffnen, wie die Netzeitung berichtet.
Die Staatsanwaltschaft hatte im März gegen von Dohnanyi und Schirra Anklage erhoben. Sie startete die Ermittlungen, weil diese in einem Cicero-Artikel über den inzwischen toten Terristen Abu Mussab al Zarqawi aus einem geheimen Bericht des deutschen Bundeskriminalamts zitiert hatten. Von Dohnanyi soll dabei das geheime Papier zugespielt bekommen und dieses an Schirra weitergegeben haben. Nach Ansicht des Gerichts war das Geheimnis zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits gelüftet. Aus dem internen Papier war zuvor bereits in einem Buch eines französischen Journalisten zitiert worden.

