17.09.2004

Zeitungstransport

Keine grossen Reklamationen

Einzelne Verlage drucken zwei Ausgaben.

Das neue System für den Zeitungstransport hat Auswirkungen auf Titel in zentrumsfernen Regionen. Einzelne Verlage sind gezwungen, zwei Ausgaben zu drucken. Vier Grossverlage arbeiten an einer eigenen Lösung für die Zustellung von Magazinen. "Die grosse Reklamationswelle ist ausgeblieben", sagte Hanspeter Kellermüller, Mitglied der Geschäftsleitung des Verbandes Schweizer Presse, gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Das System funktioniere seit seiner Einführung Anfang August grundsätzlich -- auch dank der Flexibilität der Verlage.

Das neue System beim Zeitungstransport habe sich bei der Berner Zeitung (BZ) bewährt, sagt Lorenz Brügger, Leiter Vertriebsmarketing. Lieferungsverzögerungen bei den Abonnenten gebe es keine. Grosse Anpassungen wie eine Änderung des Redaktionsschlusses seien nicht nötig gewesen. Das System sei partnerschaftlich zwischen Presse- und Postvertretern ausgearbeitet worden. Dabei brachte die Berner Zeitung ihre Anliegen ein. Die BZ befindet sich in einer komfortablen Situation. Eines der vier nationalen Verteilzentren befindet sich in Bern.

Nachteilig wirkt sich das neue System für den Walliser Boten aus. Die 3200 Exemplare für seine Abonnenten in der Deutschschweiz müssen ebenfalls in Bern abgeliefert werden. Der Redaktionsschluss wurde um 45 Minuten vorverlegt, da die Zeitungen um 2.30 Uhr in Bern sein müssen, wie Chefredaktor Pius Rieder sagt. Über einige Sportereignisse wie Eishockey, die Champions League oder die olympischen Spiele kann für die Deutschschweizer Abonnenten nicht mehr rechtzeitig berichtet werden. Gemäss Rieder werden zwei Ausgaben gedruckt, damit die Leser in der Deutschweiz wenigstens die Meldungen über Politisches und Lokales erhalten.


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