Altmeister Jean-Luc Godard ist der prominenteste Nominierte für den Schweizer Filmpreis 2005. Die Preise werden am 26. Januar 2005 während den Solothurner Filmtagen verliehen.
Jean-Luc Godard ist für seinen Film «Notre musique» in der Kategorie «Bester Spielfilm» nominiert. Mit ihm bewerben sich das Drama «Im Nordwind» von Bettina Oberli, die Komödien «Sternenberg» von Christoph Schaub und «Verflixt verliebt» von Peter Luisi sowie das Familiendrama «Tout un hiver sans feu» von Greg Zglinski.
Unter den fünf nominierten Spielfilmen fehlt "Strähl". "Das dürfte noch zu reden geben" ist die Aargauer Zeitung überzeugt. Obwohl der Zürcher Langstrassenkrimi "nur" ein Krimi sei, bleibe es Tatsache, dass erstens der der Trend im Schweizer Kino weg vom klassischen Autorenfilm hin zum Genrekino weise. Zweitens hätte ein breit diskutierter Film wie "Strähl" für erhöhtes Publikumsinteresse an der Verleihung gesorgt. So jedoch werde der Wettbewerb zur Ausmarchung zwischen einem Publikumsfavoriten ("Sternenberg"), zwei Nischen Filmen und Werken, die in der Schweiz gar nicht zu sehen gewesen seien.
In der Kategorie «Bester Dokumentarfilm» - ebenfalls mit je 20 000 Franken ausgestattet - sind fünf Deutschschweizer Filme nominiert: Die Musikfilme «Accordion Tribe» (Stefan Schwietert) und «Namibia Crossings» (Peter Liechti), «Halleluja! der Herr ist verrückt» (Alfredo Knuchel), «Que sera?» (Dieter Fahrer) und «Ma famille Africaine» (Thomas Thümena).

