Auf Druck des deutschen Kartellamts hat der TV-Konzern ProSiebenSat.1 seine Verschlüsselungspläne für das digitale Satellitenfernsehen aufgegeben. Damit müssen künftig die Sat.1-Zuschauter nicht extra zahlen, im Gegensatz zu RTL.
Das Kartellamt hatte in den gleichartigen Plänen von RTL und ProSiebenSat.1 eine verbotene Kartellabsprache gesehen und eine Abmahnung angedroht, wie die Kartellbehörde und ProSiebenSat.1 am Dienstag bekannt gaben. Die Verschlüsselung von Sat.1, ProSieben, Kabel 1 und N24 hätte über den Satellitenbetreiber SES Astra erfolgen sollen.
Während Konkurrent RTL bereits einen Vertrag mit SES Astra abgeschlossen hat, der die Grundverschlüsselung der digitalen Programme der RTL-Senderfamilie ab 2007 vorsieht, wollte Konkurrent ProSiebenSat.1 noch abwarten, wie die Kartellwächter entscheiden würden.

