Zwischen der Basler Zeitung (baz) und der PubliGroupe (P) scheint die Stimmung getrübt. Die baz trifft gemäss OnlineReports Vorbereitungen, das Anzeigengeschäft zumindest teilweise selbst in die Hand zu nehmen. Das baz-Management sei mit der Akquisitionsleistung und Kundenpflege der P schon seit längerer Zeit nicht mehr zufrieden. Verschärfend komme hinzu, dass der Werbevermarkter auch die Basellandschaftliche Zeitung (BZ) und die Mittelland Zeitung (MZ) mit Anzeigen versorge.
Da die BZ und die MZ eine Kooperation eingegangen sind, räumen baz-Präsident Matthias Hagemann und Konzernchef Beat Meyer gegenüber OnlineReports ein, dass die P nun in einen "Interessenskonflikt" verstrickt sei, der für sie zum "grossen Problem" (Hagemann) werde, weil sie nun im schärfsten je geführten Pressekampf "mehreren Herren dienen muss" (Meyer). Bleibe der Anzeigenvermarkter neutral, unterstützt er nach Ansicht der baz-Spitze den Angriff der MZ auf die Nordwestschweiz. Pikant: Die P weist mit 37 Prozent eine starke Minderheitsbeteiligung an der baz auf und stellt im baz-Verwaltungsrat zwei Mitglieder.

