Ungewöhnliches passierte am Mittwochmorgen auf dem Zürcher Radiosender Radio 1. Roger Schawinski attackierte in seiner traditionellen Mittwochskolumne seinen Mitkolumnisten, den ehemaligen Zürcher Stadtpräsidenten Elmar Ledergerber, der in seinem Kommentar am Vortag das Verhalten von Josef Bollag, Präsident der israelitischen Kultusgemeinde Baden, und Sacha Wigdorovits, PR-Berater, in der Chat-Affäre um Geri Müller als "strafrechtlich relevant" einschätzte.
Das Verhalten von Bollag und Wigdorovits sei überhaupt nicht aussergewöhnlich, konterte Schawinski. So lange nicht nachgewiesen sei, dass die Chatpartnerin bewusst auf den Badener Stadtammann angesetzt worden ist, könne man nicht von einer Intrige sprechen. Dabei verwies Schawinski auf den "Fall Hildebrand", bei welchem auch "Hintermänner" agiert und gestohlene Akten weitergegeben hätten. Ledergerber habe sich – wie auch Geri Müller - politisch oftmals gegen Israel gestellt, meinte Schawinski. Deswegen seien dessen "unappetitlichen" Aussagen nicht weiter verwunderlich. Versöhnlich führte Schawinki am Ende seiner Kolumne aber an, dass man Ledergerber auch am nächsten Dienstag wieder auf Radio 1 hören könne, da sein Sender für alle politischen Meinungen offen sei.
Die Morgenkolumnen können auf radio1.ch heruntergeladen und nachgehört werden. (ma)
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