«Wasser predigen und Wein trinken», schreibt die «Sonntagszeitung». Grund: Roger Köppel setzt sich publizistisch und als Politiker für den Inländervorrang ein. Bei der «Weltwoche» hat er jedoch eine deutsche Sekretariatsleiterin angestellt, die zuletzt bei der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» arbeitete.
Setzt Köppel den Inländervorrang um, den er selber predigt, hätte er gleichwertigen Schweizer Bewerbern den Vorrang geben müssen, so die Zeitung. Einen Fachkräftemangel an Sekretariatsleitern gebe es in der Schweiz nicht: Rund 11'000 Personen schliessen jedes Jahr eine kaufmännische Grundbildung ab. Und auch Zusatzausbildungen boomen. Gemäss einer Studie des Branchenverbandes KV Schweiz haben 93 Prozent der Lehrabgänger eine Weiterbildung geplant.
Köppel wehrt sich gegen den Vorwurf der Doppelmoral. «Ich bin dezidiert gegen die unkontrollierte Zuwanderung, und ich bin ebenso dezidiert gegen das heutige System der Personenfreizügigkeit, aber weder die SVP noch ich sind der Meinung, dass Schweizer Unternehmen keine Deutschen oder keine anderen hochqualifizierten ausländischen Arbeitnehmer mehr anstellen dürfen. So einen Unsinn behauptet niemand», sagt er der «Sonntagszeitung». Seine neue Sekretärin sei eine «ausserordentlich erfahrene und weit überdurchschnittlich qualifizierte Frau», die alle Schweizer Bewerberinnen klar überragt habe.
Bild: Keystone
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12.04.2016 14:39 Uhr
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