10.04.2016

Weltwoche

Köppel holt deutsche Sekretärin

Die «Sonntagszeitung» wirft dem SVP-Nationalrat Doppelmoral vor, weil er den Inländervorrang missachte.
Weltwoche: Köppel holt deutsche Sekretärin

«Wasser predigen und Wein trinken», schreibt die «Sonntagszeitung». Grund: Roger Köppel setzt sich publizistisch und als Politiker für den Inländervorrang ein. Bei der «Weltwoche» hat er jedoch eine deutsche Sekretariatsleiterin angestellt, die zuletzt bei der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» arbeitete.

Setzt Köppel den Inländervorrang um, den er selber predigt, hätte er gleichwertigen Schweizer Bewerbern den Vorrang geben müssen, so die Zeitung. Einen Fachkräftemangel an Sekretariatsleitern gebe es in der Schweiz nicht: Rund 11'000 Personen schliessen jedes Jahr eine kaufmännische Grundbildung ab. Und auch Zusatzausbildungen boomen. Gemäss einer Studie des Branchenverbandes KV Schweiz haben 93 Prozent der Lehrabgänger eine Weiterbildung geplant.

Köppel wehrt sich gegen den Vorwurf der Doppelmoral. «Ich bin dezidiert gegen die unkontrollierte Zuwanderung, und ich bin ebenso dezidiert gegen das heutige System der Personenfreizügigkeit, aber weder die SVP noch ich sind der Meinung, dass Schweizer Unternehmen keine Deutschen oder keine anderen hochqualifizierten ausländischen Arbeitnehmer mehr anstellen dürfen. So einen Unsinn behauptet niemand», sagt er der «Sonntagszeitung». Seine neue Sekretärin sei eine «ausserordentlich erfahrene und weit überdurchschnittlich qualifizierte Frau», die alle Schweizer Bewerberinnen klar überragt habe.

Bild: Keystone


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KOMMENTARE

anita vaucher
12.04.2016 14:39 Uhr
Frau Riklin beweist einmal mehr ihr tiefes Niveau. Oder ist es bloss Neid, weil sie keinen Mann abgekriegt hat? Wen Herr Köppel heiratet ist nun wirklich seine Privatsache.
Boris Käppeli
11.04.2016 15:29 Uhr
... und geht nach Lech (Oesterreich) in die Skiferien mit der ganzen Familie. Was ich ihm gönnen mag. Es ist billiger, schön und es ist freundlich.
Nico Herger
11.04.2016 10:00 Uhr
Die neue Angestellte hat bei der FAZ gearbeitet. Eine sehr gute Referenz. Es geht auch um Vertrauenswürdigkeit. Nur allzu gerne hätten unsere Mainstream-Medien und ihre Anhänger einen Maulwurf im WW-Sekretariat. Roger Köppel hat absolut richtig gehandelt.
Mica Vero
11.04.2016 07:16 Uhr
"... und klar weniger Lohn bekommt, als alle Schweizer Bewerberinnen... ", hat er wohl vergessen zu sagen.
Jud Oswald
10.04.2016 22:04 Uhr
Das ist sehr unglaubwürdig. Ein Mann wie Herr Köppel, der vehement den Inländervorrang predigt, muss sich selber strikte daran halten. Die Behauptung, seine neue deutsche Sekretärin, sei allen andern Bewerbern überlegen, mag (vielleicht) zutreffen. Dass man aber in der Schweiz keinen geeigneten Bewerber für den ausgeschriebenen Job finden würde, ist schlicht unwahrscheinlich und eine billige Ausrede.
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