02.10.2016

Roger gegen Roger

Köppels Grossangriff gegen Schawinski

Vor einem Jahr ist der Talk auf Radio 1 abgesetzt worden. Der SVP-Nationalrat wirft nun dem Radiomacher vor, die Unwahrheit gesagt zu haben.
Roger gegen Roger: Köppels Grossangriff gegen Schawinski
Kreuzten bis vor einem Jahr auf Radio 1 verbal die Klingen: Roger Schawinski und Roger Köppel. (Bild: Archiv)

Ein Jahr nach der Absetzung des Radio-1-Talks «Roger gegen Roger» holt Roger Köppel zum Grossangriff gegen Roger Schawinski aus. Mit einer persönlichen Aktennotiz und einem vertraulichen Brief, welche die «SonntagsZeitung» veröffentlichte, will er beweisen, dass Schawinski wiederholt die Unwahrheit gesagt habe: in Bezug auf das Ende von «Roger gegen Roger», aber vor allem betreffend den Gerichtsfall Sarasin gegen «Weltwoche».

Laut Notiz soll ihm Schawinski kurz vor der letzten Sendung gesagt haben, dass er ganz genau wisse, «wie es war». Er sei am Fall Sarasin sehr nahe dran. «Philipp hatte vor 10 oder 15 Jahren eine Affäre mit Svenja.» Goltermann und Sarasin seien laut Schawinski seit ihrer Affäre «Seelenverwandte», heisst es in Köppels Darstellung.

Im dazu gehörenden Brief wirft Köppel Schawinski vor, nur dann die Wahrheit zu sagen, wenn es ihm passe. Die Sendung «Roger gegen Roger» habe er allein wegen der Aktennotiz eingestellt – und nicht wegen Köppels angeblicher «Radikalisierung» und der Kandidatur als SVP-Nationalrat, wie es Schawinski damals verlauten liess (persoenlich.com berichtete).

Schawinski weist Vorwürfe zurück

Gegen diese Vorwürfe wehrt sich Schawinski in der «SonntagsZeitung» vehement. «Roger Köppel hat mich aufgrund eines sogenannten Gesprächsprotokolls mit unsinnigen Falschaussagen bei Gericht denunziert.» Die Darstellung in der Aktennotiz sei «Unsinn». Da er weder Sarasin noch Goltermann zur Zeit der angeblichen Affäre gekannt habe, «wäre die mir fälschlicherweise unterstellte Aussage nicht mehr als die Weitergabe von juristisch irrelevanten Gerüchten gewesen». Der TV-Talker gibt zu, dass «Köppels Denunziation» neben seinem Wechsel in die Politik «ein Grund» gewesen sei, um den Radio-Talk zu stoppen. Das Vertrauensverhältnis sei zerstört gewesen. «Mit jemandem, der Stasi-Methoden verwendet, um seine eigene Haut zu retten, will ich nichts mehr zu tun haben», sagt Schawinski weiter gegenüber der «SonntagsZeitung». (SoZ)


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